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Windows 7 und Mac-OS X 10.6 im Vergleichs

16.07.2008 | 17:30 Uhr |

Einige Parallelen und Unterschiede zwischen den neuen Betriebssystemen.

Windows 7 und Mac-OS X 10.6 haben eine Gemeinsamkeit: Sie stehen eher für Evolution als Revolution. Äußerlich unterscheiden sich Vista und Windows 7 nur wenig, auch die Neuerungen von Mac-OS X 10.6 sind eher "unter der Haube" zu finden. Trotzdem hat man den Eindruck, dass beide Hersteller ähnliche Konzepte verfolgen. An einigen für die Anwendern wichtigen Funktionen wollen wir die Ähnlichkeiten und Unterschiede von Snow Leopard und Windows 7 aufzeigen. Bei der Installation benötigt man bei Mac-OS X mindestens 5 GB an Speicherplatz, bei Windows 7 einige GB mehr. Dafür sind bei beiden Systemen sehr viele Treiber bereits vorinstalliert, die meisten Drucker sollten etwa ohne zusätzliche Treiberinstallation laufen.

Bei der Rückwärtskompatibilität sieht Windows 7 aber etwas besser aus als Mac-OS X 10.6. Unterstützt doch Snow Leopard jetzt nur noch einen Mac mit Intel-CPU. Dagegen sind die Hardwareanforderungen von Windows 7 noch geringer als die von Vista sein - soll doch Windows 7 auch auf den schwachbrüstigen Netbooks laufen. Anscheinend reagiert Microsoft dadurch auf die starke Kritik, die bei Erscheinen von Vista laut wurde. Viele Anwender beschwerten sich über die hohen Hardwareanforderungen von Vista und nicht mehr funktionierende Anwendungsprogramme.

Auch ältere Programme laufen meist unter Windows 7 - ein Microsoft Word 2002 und ein über zehn Jahre altes Photoshop 5 LE ließen sich bei unserer Testversion problemlos installieren. Rigider geht da Apple vor: Nur Intel-Rechner werden unterstützt, obwohl noch sehr viele Anwender mit noch Macs mit G4 oder G5-Prozessor nutzen. Der letzte Power PC-Mac, der Power Mac G5 wurde schließlich noch bis August 2006 angeboten. Mac-OS X 10.6 soll laut Berichten aus dem Internet zumindest Rosetta weiter unterstützen - man könnte dann wenigstens seine alten PowerPC-Programme wie Office 2004 weiter nutzen. Classic-Programme sind dagegen unter Mac-OS X 10.6 dann nur noch mit Tools wie SheepSaver notdürftig nutzbar.

Mehr Tools und Funktionen

Beide Betriebssysteme bieten mittlerweile mehr als nur eine Laufzeitumgebung für Programme. Im Prinzip findet der Privatanwender alle Programme bereits vor, die er für den Alltag benötigt.Textedit und Wordpad sind gut genug für einen Brief ans Finanzamt, mit iWork und MS Office bieten beide Hersteller ein eigenes Office-Paket als Zusatzoption. Aber auch andere Aufgaben, für die man früher Dritthersteller nutze, sind mittlerweile ins System intergriert. Während Apple aber nur eine Betriebssystemversion für Desktops und eine Version für Server anbietet, hat Microsoft mehr Varianten im Programm. Es gibt zwei Versionen für Heimanwender, mehrer Varianten für Geschäftsanwender und unzählige Server-Versionen.

Der größte Unterschied bleibt natürlich, dass Apple vor allem Hardwarehersteller ist. Will man Mac-OS X nutzen, muss man einen Mac bei Apple kaufen. Microsoft kann sich dagegen nicht mehr darauf verlassen, dass jeder, der einen PC kauft, auch eine Windows-Lizenz mit erlebt. Bei vielen Netbooks war statt einem Windows-System Linux vorinstalliert und wurde auch von den Anwendern gut aufgenommen. Passte dieses doch oft besser zur schwachen Hardware als Vista oder Windows XP.

Info Microsoft

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