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Antiviren-Unternehmer Kaspersky orakelt: iPhone wird Nischenprodukt

27.03.2012 | 11:18 Uhr |

Der Gründer und Chef des russischen Sicherheitsunternehmens Kaspersky äußerte sich bei Futurezone über Cyberwar, die Sicherheit auf Mobilgeräten und andere Themen.

Kaspersky Lab
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Im Bereich von Schädlingen für Android-Smartphones und andere Geräte auf dieser Basis sieht Eugene Kaspersky eine negative Entwicklung: Die Zahl an Android-Malware explodiere förmlich und werde sich bald auch im Consumer-Bereich noch deutlicher auswirken. Auch für das iOS und den Mac sieht er zukünftig mehr Schadsoftware, glaubt aber, dass man sich bei iPads und iPhones dennoch keine großen Sorgen machen müsse. Denn beide Geräte sind seiner Einschätzung nach in einigen Jahren nur noch Nischenprodukte. Er begründet dies damit, dass Apple als einzelne Firma gegen Hunderte andere Unternehmen stehe, die ihrerseits alle auf Android aufsetzen. So innovativ könne auch Apple nicht sein, um auf Dauer an der Spitze zu bleiben. Ferner äußert sich der Computerviren-Experte über das Thema Cyberkrieg und die Situation nach dem Stuxnet-Angriff 2010, zu sicheren Betriebssystemen, die beim Militär durchaus existierten, aber von normalen Usern praktisch nicht zu bedienen seien. Zu Windows 8, das noch in diesem Jahr als neues Microsoft-Betriebssystem fertig gestellt werden soll, meint er, was dessen Sicherheit betreffe, müsse man erst einmal abwarten. Denn der Konzern in Redmond habe noch oft im letzten Moment vor einer Veröffentlichung alles über den Haufen geworfen. Hier warte man auf die finale Version. Weitere angesprochene Themenbereiche sind die neuen Intel-Ultrabooks und deren auf Hardware basierender per Chips integrierter Schutz, den er sehr kritisch einschätzt, mögliche Expansionsüberlegungen seines Unternehmens mit immer noch bestehendem Hauptquartier in Moskau, Gerüchte über einen Börsengang von Kaspersky sowie seine persönliche Sicherheit nach der Entführung seines Sohnes in Moskau vor einiger Zeit. Dazu sein Schlusssatz: "Ich mag zwar nach außen hin nicht mehr frei sein, im Inneren trage ich diese Freiheit aber weiterhin."

Info: Futurezone.at

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