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AT&T will angeblich auf 40 Prozent von T-Mobile verzichten

28.11.2011 | 06:45 Uhr |

Mit einem letzten Zugeständnis will AT&T versuchen, den Zusammenschluss mit T-Mobile in den USA durch die Handelsbehörde (FCC) doch noch genehmigen zu lassen

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Zwar haben die beiden US-Netzwerkbetreiber AT&T und T-Mobile USA am letzten Freitag bei FCC ihren offiziellen Antrag auf Fusion zurückgezogen, aber keineswegs die Absicht zur Zusammenlegung aufgegeben. Um die Kartellbehörden günstig zu stimmen, etwaigen Bedenken vorzubeugen und die Genehmigung vielleicht doch noch im ersten Anlauf ohne langwierige Rechtsverfahren zu ergattern soll AT&T nun im Antrag an das US-Justizministerium angeboten haben, vierzig Prozent von T-Mobile USA abzustoßen, berichten Bloomberg und Electronista .

Weder das US-Justizministerium noch die beteiligten US-Netzwerkbetreiber haben offiziell zu diesem Gerücht Stellung genommen. Der Erfolg des Zugeständnisses, 40 Prozent von T-Mobile USA aus der Fusion auszuklammern, ist zweifelhaft. Die US-Handelsbehörde FCC hat in einer Anhörung bereits argumentiert, dass ein Zusammenschluss nicht im Interesse der Öffentlichkeit ist. In der Klage des US-Justizministeriums gegen die Fusion vor zwei Monaten wurde bereits eine klare Aussage getroffen, dass Zugeständnisse diesen Konflikt nicht lösen werden.

AT&T hat in den Vorverträgen mit T-Mobile USA sich zur Zahlung einer Entschädigung in Höhe von vier Milliarden US-Dollar verpflichtet, falls die Zusammenlegung nicht klappt. Dennoch wird auch in diesem Fall T-Mobile das Nachsehen haben: Die Firma hat ihr Netzwerk in den USA vernachlässigt und den Aus- und Umbau für das iPhone verschlafen und daraufhin jede Menge Kunden verloren. Die Zusammenlegung sollte T-Mobile von den Kosten des Sorgenkindes US-T-Mobile befreien und Aktieninhaber der deutschen Telekom hatten die Ankündigung der Übernahme im März begrüßt .

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