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T-Mobile gibt klein bei: iPhone "free" für 999 Euro

21.11.2007 | 14:36 Uhr |

Kai Pflaume war von Anfang an dabei - Pech für ihn. Aber haben Sie in den vergangenen zwei Tagen ein iPhone bei T-Mobile erstanden? Herzlichen Glückwunsch: Sie können Ihr Telefon kostenfrei von der SIM-Sperre lösen lassen.

Dieses Geschenk haben Sie der einstweiligen Verfügung zu verdanken, die Konkurrent Vodafone vor eben genau zwei Tagen gegen die Mobilfunksparte der Deutschen Telekom erwirkt hat. Zukünftige iPhone-Besitzer haben jetzt die Wahl: Entweder bleibt mit SIM-lock und Vertrag bei 399 Euro alles beim Alten, ohne Laufzeitvertrag und Bindung an das T-Mobile-Netz kostet das iPhone knapp 1000 Euro.

Wie angekündigt hat Apples Exklusiv-Provider T-Mobile heute Taten auf die Ankündigung von gestern folgen lassen, sich dem richterlichen Beschluss aus Hamburg zu beugen. Per Presse- und Agenturmitteilung gibt die Unternehmenssparte der Deutschen Telekom bekannt, das iPhone ab sofort für 999 Euro ohne jedwede Vertrags- oder Netzbindung anzubieten. Grund hierfür ist die einstweilige Verfügung, die der deutsche Ableger des weltweit operierenden Mobilfunkproviders Vodafone gegen den Mitbewerber vorgestern am Landgericht Hamburg erwirkt hat. Der richterliche Beschluss legt fest, dass Apple Exklusiv-Partner in Deutschland das Gerät auch ohne SIM-lock und Netzbindung anbieten muss. Weiter legt die einstweilige Verfügung fest, dass Kunden, die bereits zu den bisherigen Vertragsbedingungen ein iPhone erworben haben, dieses "auf Wunsch jederzeit, bedingungslos und unentgeltlich entsperren kann" - so jedenfalls Presseberichte von gestern. T-Mobile legt dies zeitlich sehr eng aus: Nicht etwa alle Käufer seit dem Deutschlandstart am 9. November kommen in den Genuss, sondern bloß diejenigen, die seit der richterlichen Verfügung am Montag ein iPhone gekauft haben. Diese Kunden können ihr Gerät kostenlos entsperren lassen - der Vertrag mit T-Mobile hingegen bleibt bestehen. Immerhin können so im Bedarfsfall fremde SIM-Karten ihren Dienst in Apples Handy verrichten, etwa ausländische Prepaid-Karten während des Urlaubs. T-Mobile hatte bereits gestern Widerspruch gegen die einstweilige Verfügung eingelegt, daher wird sich das zuständige Hamburger Gericht in den nächsten Tagen erneut mit dem Streitfall befassen müssen. Solange bleiben die neuen Konditionen bei T-Mobile mindestens gültig.

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