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T-Mobile streicht Stellen und Handysubventionen

20.01.2005 | 12:37 Uhr |

Mit einem drastischen Einschnitt bei den Arbeitsplätzen und einem gezielten Abbau von Handysubventionen will der Mobilfunkbetreiber T-Mobile profitabler werden.

In den nächsten zwei Jahren sollen in Europe bis zu 2200 Arbeitsplätze abgebaut werden, davon 1200 in Deutschland, teilte die Telekom-Tochter am Donnerstag mit. Bei T-Mobile Deutschland steht damit fast jede siebte, in Euroa jede zehnte Stelle auf der Streichliste. Die Kürzungen sind Teil eines umfangreichen Maßnahmenpakets, mit dem die Telekom ihre Mobilfunksparte ertragsstärker machen will.

Nach den Worten von Mobilfunkchef René Obermann soll der Abbau der Arbeitsplätze sozialverträglich gestaltet werden. Hierzu gehörten die Ausnutzung von natürlicher Fluktuation, einvernehmliche Trennungen, Altersteilzeit sowie interne und externe Vermittlung auf andere Stellen. T-Mobile will durch die Auslagerung von Geschäftsaktivitäten auf externe Dienstleister europaweit weitere 600 Arbeitsplätze einsparen und den betroffenen Mitarbeitern eine Beschäftigung außerhalb des Konzerns anbieten. Bis Ende 2006 sollen jährlich insgesamt Kosten in einem Höhe von 1 Milliarde Euro eingespart werden. Die Branche stehe vor einem Wandel, erklärte Obermann. «Der Schwerpunkt liegt nicht mehr beim reinen SIM- Karten Wachstum, sondern bei der Entwicklung und Pflege intensiver Kundenbeziehungen». Die Hälfte der eingesparten Summe werde in die Weiterentwicklung des mobilen Internets, drahtlos integrierter Netzplattformen (GPRS, UMTS, W-LAN) sowie in günstigere Mobilfunktarife investiert, hieß es.

Durch eine gezielte Steuerung von Handysubventionen und bessere Einkaufskonditionen soll allein eine Summe von 500 Millionen Euro zusammen kommen. T-Mobile hatte bereits 2004 die Subventionen für vorausbezahlte Karten (Pre-Paid) drastisch verringert. Durchforstet wird jetzt auch das gesamte Geräteportfolio des Unternehmens. Es werde von derzeit über 50 auf rund 30 bis 40 Modelle reduziert. So ließen sich attraktivere Preise beim Einkauf erzielen. Das wiederum schaffe mehr Spielraum für Tarifoffensiven, sagte Obermann.

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