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T-Mobile und Vodafone wollen zusammen arbeiten

14.03.2002 | 12:28 Uhr |

Die Mobilfunk-Marktführer T-Mobile und Vodafone wollen beim elektronischen Bezahlen per Handy zusammenarbeiten. Bis Ende des Jahres soll eine gemeinsame Plattform starten, die dann später auch von anderen Netzbetreibern genutzt werden kann. Das kündigten beide Unternehmen am Donnerstag in Bonn und London an. Dabei soll die Technologie des inzwischen Pleite gegangenen Software-Unternehmens Brokat zum Einsatz kommen. Nach Einschätzung von Branchenexperten steigen mit der Kooperation die Chancen, einen weltweit einheitlichen Standard für das mobile Bezahlen zu schaffen. Bisher hatte die Telekom-Branche auf unterschiedliche Lösungen für die mobile Zahlungsabwicklung und Verschlüsselung der Daten gesetzt. Die Plattform von T-Mobile und Vodafone soll zunächst in Deutschland und Großbritannien starten und die Akzeptanz des mobilen Bezahlens bei Kunden und Händlern erhöhen. Die persönlichen Daten werden dabei in einer virtuellen Brieftasche gespeichert. Die Abrechnung ist individuell per Kreditkarte oder anderen Zahlungsarten für kleinere Beträge möglich. "Eine offene Plattform wird dem M-Commerce einen erheblichen Schub verleihen", sagte der bei Vodafone für das weltweite Produkt- und Servicegeschäft zuständige Manager Thomas Geitner.

Das einfache Bestellen von Waren und Dienstleistungen per Handy, der so genannte M-Commerce, gilt als eine Voraussetzung für den Erfolg des künftigen Mobilfunkstandard UMTS. Die Stuttgarter Brokat AG hatte in der Vergangenheit bereits Großaufträge von T-Mobile und Vodafone erhalten, musste aber im November 2001 wegen Überschuldung Insolvenz anmelden. Die Sparte für das mobile Bezahlen wurde an das amerikanische Unternehmen eONE Global verkauft und in Encorus Technologies umbenannt. Encorus ist nun der Partner der beiden Mobilfunk-Unternehmen für ihre Initiative. Die Kooperation ist nach Angaben von T-Mobile und Vodafone offen für weitere Netzbetreiber. (dpa)

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