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T-Mobile will iPhone-Verkauf ohne Vertrag schnell wieder einstellen

22.11.2007 | 12:15 Uhr |

Die Deutsche Telekom will den freien Verkauf des Apple-Handys so schnell wie möglich wieder einstellen. Nach einer gerichtlichen Verfügung vom Konkurrenten Vodafone D2 bietet die Mobilfunktochter T-Mobile ab sofort das iPhone ohne Vertragsbindung für 999 Euro an - 600 Euro teurer als mit Vertrag.

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"Wir sind zuversichtlich, dass wir im Recht sind. Das haben wir im Vorfeld durch unsere Juristen prüfen lassen", sagte der Chef von T-Mobile Deutschland, Philipp Humm, am Mittwoch in Bonn der Finanz- Nachrichtenagentur dpa-AFX. Der freie Verkauf sei also erst einmal vorübergehend, da die Auflagen der Einstweiligen Verfügung erfüllt werden mussten. Humm bekräftigte, dass die Telekom Schadenersatz von Vodafone verlangen könnte.

Humm kritisierte das juristische Vorgehen des Düsseldorfer Rivalen. "Vodafone D2 ist ein schlechter Verlierer." Das Vorgehen habe ihn zwar erstaunt, allerdings sei T-Mobile darauf vorbereitet gewesen, sagte Humm. Vodafone kritisiert die exklusive Koppelung des iPhone an einen Zweijahresvertrag von T-Mobile. Da das Apple-Handy über eine elektronische Sperre verfügt, ist das Gerät nicht ohne weiteres für fremde Netze nutzbar. Humm verteidigte den Exklusivvertrag: "Wichtig ist die Symbiose der Partner T-Mobile und Apple", die eine bessere Nutzung des iPhone erlaube.

Nach den Worten von Humm ist das Apple-Telefon ohne T-Mobile- Vertrag für Datendienste "nur eingeschränkt nutzbar". "Außerdem funktionieren bestimmte Funktionen nur im T-Mobile Netz." Er verwies zudem auf die Tarifstruktur der Telekom-Tochter, die aus seiner Sicht eine günstige Nutzung von Datendienste erlaube. Pro Monat verlangt T- Mobile von seinen iPhone-Kunden zwischen 50 und 90 Euro. Der T-Mobile-Manager sieht die Nachfrage nach dem iPhone nicht durch die Klage von Vodafone belastet. "Das Geschäft wird durch die juristische Auseinandersetzung nicht gestört." Mit mehreren zehntausend Geräten entwickele sich das Multimedia-Handy zum Verkaufsschlager. (dpa)

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