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T-Online 3.0 im Test

16.05.2001 | 00:00 Uhr |

Die neue Version 3.0 der Zugangssoftware von T-Online setzt neue Maßstäbe bezüglich Bedienung und Konfiguration und erleichtert Einsteigern den Zugang ins Internet, allerdings unterstützt die neue Version das Abwickeln von Bankgeschäften über T-Online nicht mehr.

Vorzüge

Einfache Installation und Konfiguration, übersichtliches Startcenter, integrierte ADSL-Treiber, neuer Konfigurations-Assistent zum Anlegen von Zugangsprofilen und Einwahl-Konfigurationen, automatische Update-Prüfung, alte Version 2.2 läuft parallel

Nachteile

Keine Unterstützung vom CEPT- und KIT-Standard, damit keine Bankgeschäfte mehr über die Version 3.0 möglich

Preis

kostenlos

Wertung

Gut - 5 Mäuse

Seit Mitte April stellt T-Online die Version 3.0 seiner neuen Zugangssoftware auch für Mac-Anwender zum Download bereit. Damit zieht der Mac-Client nicht nur optisch, sondern insbesondere funktionell mit der Windows-Variante gleich. Wer den Download der rund 4,5 MB großen Datei scheut, erhält die neue T-Online-Software auch auf CD-ROM in jedem Telekom-Laden. Unser exemplarischer Test in Frankfurt zeigte jedoch, daß sogar noch Anfang Mai die neue Version im Laden nicht bekannt war und dort noch die alte Version 2.2 mit Ausgabedatum 9.2.2001 verteilt wurde. Man sollte also sichergehen, die richtige Version zu erhalten.

Einfache Konfiguration

Der neue Konfigurationsassistent richtet den T-Online-Zugang in wenigen Schritten und auch für Einsteiger verständlich ein. Neben der Einwahl über Modem oder ISDN kommt man in einem lokalen Netzwerk auch über eine Firewall oder über hausinterne Proxies ins Netz. Nutzt man T-DSL auf einem Einzelplatz, installiert die Software automatisch eigene Treiber. Zwischen den verschiedenen Zugangsprofilen wechselt man bequem über die Menüleiste. Die neue T-Online-Software verwaltet ebenfalls unterschiedliche Einwahl-Konfigurationen. Damit richtet man Zugänge unter verschiedenen T-Online-Kennungen oder für mehrere Mitbenutzer ein. Die neue Zugangssoftware unterstützt alle Web-Browser und E-Mail-Clients, wobei Internet Explorer sogar automatisch die Einstellungen des im Startcenter aktiven Profils benutzt. Als Alternative zu einem E-Mail-Client kann man auch Webmail von T-Online verwenden und seine E-Mails direkt im Internet bearbeiten. Zudem erweist sich die automatische Update-Prüfung als praktisch, die über neue Versionen der Zugangssoftware informiert, die im Internet zur Verfügung stehen.

Das Startcenter

T-Online hat die Benutzeroberfläche komplett erneuert. Einstieg und Mittelpunkt der neuen Zugangssoftware ist nun das Startcenter, das einen direkten Zugang zu den Portalen und allen Serviceleistungen von T-Online sowie zur Administration des T-Online-Zugangs ermöglicht. Im unteren Teil des Startcenters informiert eine Statuszeile über Verbindungsstatus und -dauer und über das ausgewählte Angebot, ferner erhält man von dort direkten Zugriff auf die Hilfe und den Konfigurations-Assistenten. Besonders einfach gestaltet sich der Zugang ins Internet über den Knopf "Verbindung ins Internet", der die Einwahl steuert und direkt den Web-Browser startet. Ebenso gelungen zeigt sich die Abwahl über den Knopf "Verbindung trennen", der ohne zusätzlichen Eingriff auch im Kontrollfeld Remote Access die Verbindung beendet.

Bankgeschäfte passé

Mit der Version 3.0 konzentriert sich T-Online konsequent auf seine Rolle als Internet-Provider mit adäquaten Portalangeboten. Folgerichtig entfällt deshalb die Unterstützung für alte Technologien wie den CEPT- oder KIT-Standard. Homebanker können nun nicht mehr direkt über die T-Online-Software auf ihr Konto zugreifen. Als Alternative bleibt hierfür nur der Griff zur vorherigen Version 2.2, die parallel zur neuen Version voll funktionsfähig ist, oder zu einer separaten Homebanking-Software. Wer keine Sicherheitsbedenken gegenüber Bankgeschäften über das Internet hat, kann auch den neuen Webbanking-Service von T-Online nutzen. Voraussetzung hierfür ist nur der T-Online-Zugang und ein für T-Online freigeschaltetes Konto bei einer Bank.

Fazit

T-Online präsentiert mit der Version 3.0 eine optisch ansprechende und überzeugende neue Zugangssoftware, die sehr einfach zu bedienen ist. Die Macintosh-Unterstützung ist im Vergleich zur vorherigen Version vorbildlich und macht Installation und Konfiguration speziell für Einsteiger leicht. Der Verzicht auf alte Zöpfe wie den CEPT- oder KIT-Standard läßt zwar Homebanker außen vor, dafür ist die Internet-Unterstützung umso überzeugender. Preislich positioniert sich T-Online mit seinen vielschichtigen Tarifen nach wie vor im Mittelfeld vergleichbarer Provider, dafür gehört T-Online aber zu den wenigen Anbietern mit einer monatlichen Pauschale für die ADSL-Nutzung.

Rainer Wolff

Neue Funktionen:
Startcenter für einfachen Zugriff auf Funktionen Integrierte Treiber für T-DSL Automatische Update-Prüfung Neuer Konfigurationsassistent Verwaltung mehrerer Einwahl-Konfigurationen Zugangsprofile für unterschiedliche ZugangsartenTarifbeispiele: T-Online eco: 2,9 Pfennig/Minute, Grundgebühr 8,00 DM T-Online surftime 30: 2,9 Pfennig/Minute, Grundgebühr 29,00 DM, 30 Freistunden pro Monat T-Online dsl flat: Monatliche Pauschale 49,00 DM, Zugang über ADSL

Systemanforderungen: Power Mac, ab Mac-OS 7.6, ab 32 MB RAM, ab 10 MB freiem Festplattenspeicher, Modem oder ISDN, T-DSL-Unterstützung mit Netzwerkkarte und ab Mac-OS 8.5, Info: T-Online , Telefon (D) 08 00/3 30 55 00

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