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T-Online steigert Ergebnis deutlich

09.11.2004 | 12:31 Uhr |

Europas größter Internetanbieter T-Online hat im dritten Quartal und den ersten neun Monaten 2004 sein Ergebnis erheblich gesteigert.

Der Gewinn vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen (EBITDA) sei im abgelaufenen Quartal im Vergleich zum Vorjahr von 81 auf 134,5 Millionen Euro geklettert, teilte das vor der Übernahme durch den Mutterkonzern Deutsche Telekom stehende Unternehmen am Dienstag in Darmstadt mit. Von Januar bis Ende September stieg diese Gewinngröße um 63 Prozent auf 382,8 Millionen Euro. Vorstandschef Rainer Beaujean kündigte die Einführung einer zweiten Marke an, mit der ein preisgünstiger Internet-Zugang angeboten werden soll.

Zugleich hob der Vorstandsvorsitzende für 2004 die Prognose für den operativen Gewinn (EBITDA) von zuvor 450 auf 460 Millionen Euro an. Der T-Online-Umsatz soll in diesem Jahr auf 2 Milliarden Euro steigen, nach 1,85 Milliarden Euro 2003.

Der Umsatz erhöhte sich in den ersten neun Monaten im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 10 Prozent auf 1,47 Milliarden Euro. Der Überschuss belief sich auf 254,2 Millionen Euro, nachdem im Vorjahr noch ein Fehlbetrag von 102,3 Millionen Euro ausgewiesen wurde. Im dritten Quartal verbuchte T-Online einen Überschuss von 86,6 Millionen Euro nach 31 Millionen Euro Verlust im Vorjahresquartal, der Umsatz stieg auf 485,2 (452,7) Millionen Euro. Das Umsatzplus im Jahresverlauf begründete Beaujean unter anderem mit den Werbekampagnen, Übernahmen und dem Musikangebot. So habe sich das Unternehmen zum erfolgreichsten Verkäufer von legalen Musikdownloads in Deutschland entwickelt. Im November seien 340 000 Titel herunter geladen worden. Beim Verkauf von Filmen von vier Hollywood-Verleihern gebe es zudem einen positiven Trend.

In den vergangenen Monaten konnte T-Online seinen Kundenstamm um 500 000 auf 13,37 Millionen steigern. Zuwächse gab es vor allem beim Breitbandtarif DSL. Hier verzeichnete T-Online fast 800 000 Neuanmeldungen. Dafür ging die Zahl bei den Schmalbandtarifen zurück. Auch im Ausland verlor T-Online rund 200 000 Kunden. Beaujean führte dafür saisonale Gründe an.

Für den harten Konkurrenzkampf mit massiven Preisnachlässen auf dem Internetmarkt will T-Online eine zweite Marke für Billigangebote einführen. Details wollte der Vorstandsvorsitzende noch nicht nennen: «Sie kann aber jederzeit kommen.» Die Übernahme durch den Mutterkonzern Telekom verlaufe planmäßig, sagte Beaujean. Er rechnet mit der Verschmelzung Mitte des kommenden Jahres mit Rückwirkung auf den 1. Januar 2005. Für die Bewertung von T-Online sei vereinbart worden, die Geschäftsentwicklung der vergangenen zehn Jahre einzubeziehen.

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