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TDSL wird günstiger

11.02.2004 | 16:11 Uhr |

Auch wenn ein genauer Termin noch nicht feststeht, plant die Telekom eine Steigerung in der Datenübertragung via DSL

Die Zahl der T-DSL-Anschlüsse in Deutschland stieg im Jahr 2003 um knapp 43 Prozent auf vier Millionen im Vergleich zum Ende des Vorjahres (2,8 Millionen), nach Angaben des Chefs der T-Com, Josef Brauner, will man die Zahl bis 2007 auf über 10 Millionen T-DSL-Anschlüsse erhöhen. T-DSL ist der treibende Motor in der Geschäftsentwicklung der T-Com. Das Unternehmen ist damit weiterhin der führende europäische Anbieter im Breitband-Geschäft.

Die bereits Ende der achtziger Jahre entwickelte Technik nutzt die Tatsache, dass der herkömmliche Telefonverkehr im Kupferkabel nur Frequenzen bis 4 Kilohertz belegt, technisch lassen sich Frequenzen bis zu 1,1 Megahertz erreichen. Bei allen DSL-Varianten werden die Frequenzen aufgesplittet, auf einer Leitung laufen Telefon- und Datenverkehr parallel mit DSL-Verbindungen, zusätzliche Kabel müssen nicht verlegt werden

Wer heute von einer Modem- oder ISDN-Internetverbindung auf DSL umsteigt, fühlt sich in der Tat wie auf einer Datenautobahn: Im Vergleich zu einer ISDN-Verbindung mit 64 Kilobit pro Sekunde bietet selbst Standard-DSL mit 768 Kilobit pro Sekunde eine um den Faktor zwölf höhere Bandbreite. Eine Datei mit einem Megabyte Größe ist bei einer ISDN-Verbindung in etwa 2 Minuten herunter geladen, mit Standard-DSL dauert es nur gut 10 Sekunden. DSL-Verbindungen lassen sich am Mac bereits unter dem klassischen Mac-OS nutzen, seit Mac-OS X ist nicht einmal mehr ein Hilfsprogramm notwendig. Der Zugang kann vom Einzelplatzrechner oder für ein ganzes Netzwerk eingerichtet werden, in letzterem Falle ist dann ein zusätzlicher Router samt Switch anzuschaffen.

Dem setzt die T-Com jedoch in absehbarer Zeit noch eins drauf. Einer Ankündigung von Josef Brauner anlässlich einer Veranstaltung des deutschen Wirstschaftsinstituts zufolge, wird das Unternehmen schrittweise Abschied von der 768er Verbindung nehmen und möglicherweise noch im März 1 Gigabit als Untergrenze etablieren. "Je multimedialer die Content-Angebote, desto größer wird der Wunsch nach höheren Übertragungsraten" begründete Brauner den Schritt seines Unternehmens.

So sollen nach einem Bereicht von www.pcwelt.de die Kunden künftig nur noch die Wahl zwischen Anschlüssen mit einer Übertragungsrate von einem, zwei oder drei Megabit pro Sekunde haben. Wer heute mit T-DSL 768 surft, wird nach dem neuen Modell automatisch einen Anschluss mit einem Megabit pro Sekunde erhalten. Der T-DSL 1500-Anschluss wird auf zwei Megabit pro Sekunde angehoben. Welche Preisstruktur mit dem Upgrade der T-DSL-Anschlüsse verbunden sein wird, ist aktuell noch nicht bekannt, eine offizielle Ankündigung der schnelleren Verbindung soll nach Angaben des T-Com Pressesprechers Walter Genz kurz vor, während oder gleich nach der Cebit erfolgen.

Da jedoch nicht alle Kunden in den Genuss des schnelleren Datendurchsatzes kommen können, etwa weil sie zu weit von einer entsprechenden Vermittlungsstelle entfernt sind, bleibe T-DSL 768 als "Fallback"-Lösung weiter erhalten.

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