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Studie: Mobiler Datenverkehr nimmt deutlich zu

15.02.2012 | 06:25 Uhr |

Laut einer Cisco-Studie wächst der weltweite mobile Datenverkehr von 2011 bis 2016 um das Achtzehnfache. Dann würden jeden Monat fast 10,8 Exabyte übertragen. Ein Gutteil davon wird von Smartphones verursacht werden.

In Deutschland hat der mobile Datenverkehr im Jahr 2011 nach Angaben von Cisco 0,22 Exabyte betragen. Im Jahr 2016 sollen es dann hierzulande 4,7 Exabyte sein. Dies hat der Cisco Virtual Networking Index (VNI) Global Mobile Data Traffic Forecast festgestellt. Das Wachstum sei vorwiegend in der Zunahme internetfähiger Mobilgeräte begründet. Weltweit sollen im Jahr 2016 demnach mehr als 10 Milliarden internetfähige Mobilgeräte im Einsatz sein. In Deutschland wird die Anzahl der Smartphones von aktuell 26 Millionen auf 59 Millionen im Jahr 2016 ansteigen. Die Zahl der Tablets soll gemäß der Studie von 1,9 Millionen auf 10,2 Millionen anwachsen.

Die durchschnittliche jährliche Wachstumsrate des weltweiten mobilen Datenverkehrs soll von 2011 bis 2016 bei 78 Prozent liegen. Der monatliche mobile Datenverkehr in Deutschland erhöht sich von 18,4 Petabyte in 2011 auf 393 Petabyte im Jahr 2016. Damit würde der mobile Datenverkehr dreimal so schnell wachsen wie das Transfervolumen über feste Leitungen. Somit erhöht sich der Anteil des mobilen Traffic am Gesamtdatentransfer von derzeit 1 Prozent auf 7 Prozent im Jahr 2016.

Der mobile Datenverkehr, der in Deutschland durch Tablets verursacht wird, soll eine jährliche Wachstumsrate von 125 Prozent aufweisen. Die entsprechende Smartphone-Wachstumsrate soll hingegen 154 Prozent betragen. So sollen Smartphones im Jahr 2016 hierzulande für 52 Prozent des mobilen Traffics verantwortlich sein, Ende 2011 hätten die Smartphones gerade mal zehn Prozent des mobilen Datenverkehrs verursacht. Damit verschieben sich die Anteile der unterschiedlichen Gerätegattungen am mobilen Datenverkehr deutlich. Derzeit haben noch traditionelle Systeme wie Notebooks einen erheblichen Anteil am mobilen Datenverkehr.

In Sachen Anwendungen wird vor allem der Anteil der Videoübertragungen erheblich zulegen. Diese sollen im Jahr 2016 für mehr als 70 Prozent des mobilen Datenverkehrs verantwortlich sein.

In vier Jahren sollen nach Angaben der Studie 71 Prozent aller Smartphones und Tablets bereits IPv6 unterstützen, insgesamt sollen es 39 Prozent aller mobilen Geräte sein.

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