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HP zeigt Touchpad mit WebOS

10.02.2011 | 07:36 Uhr |

Der weltweit größte Computerhersteller Hewlett-Packard (HP) wagt den Sprung in den Tablet-Markt mit dem gestern vorgestellten Touchpad, das mit dem Betriebssystem WebOS des im September 2010 übernommenen Herstellers Palm läuft.

HP Touchpad
Vergrößern HP Touchpad

HP kommt damit etwa ein Jahr nach dem iPad, Todd Bradley, bei HP Vizepräsident der Personal Systems Group, hält den Rückstand jedoch für irrelevant. Der Markt stecke noch in den Kinderschuhen, konservativ geschätzt, werde er einst ein Volumen von 160 Milliarden US-Dollar erreichen.

Das HP Touchpad als erstes seiner Art ähnelt in vielerlei Hinsicht dem iPad . Der 9,7-Zoll-Bildschirm stellt 1024 x 768 Pixel dar, das Tablet wiegt etwa 800 Gramm und ist 13 Millimeter dick. An Bord ist jedoch bereits ein 1,3-Megapixel-Webcam, die Apple wohl erst mit dem iPad 2 anbieten wird. Der Hauptprozessor ist ein Dual-Core-Chip von Qualcomm, der mit einer Taktrate von 1,2 GHZ arbeitet. HP bietet das Touch Pad in den zwei Kapazitäten von 16 GB und 32 GB in der Wi-Fi-Version ab Sommer in den USA und ausgewählten Märkten an, 3G- und 4G-Versionen werden zu einem späteren Zeitpunkt kommen.

Mit der Software und dem Betriebssystem WebOS will HP sich von Apple abheben. Auf der gestrigen Präsentation des Touchpad hat der Hersteller einige der Funktionen gezeigt, mit denen das gelingen soll. So sind etwa Apps in "Stapeln" angeordnet, ist der Anwender mit einer App fertig, wischt er sie einfach vom Bildschirm, anstatt sie zu schließen. Im Zusammenspiel mit WebOS-Smartphones, von denen HP gestern zwei neue Modelle gezeigt hat, soll das Touchpad eine weitere Stärke ausspielen. Die Technik HP Synergy soll den einfachen Austausch von Daten fördern, berührt man das Touchpad mit einem WebOS-Handy, synchronisieren diese automatisch Termine, Adressen und Webseiten, die Touchpad und Handy synchron anzeigen können. Dies ist etwa nützlich, wenn man am Touchpad eine Route gefunden hat, eine Berührung mit dem Handy, und diese ist auf das Telefon übertragen und somit mobil.

Mit an Bord ist auch Office-Software wie Quickoffice, Google Docs und VPN. Anders als das iPad ist das Touchpad in der Lage, Flash anzuzeigen. Das Betrbessystem WebOS 2.1 werde ab dem heutigen Donnerstag bereits für WebOS-Geräte wie das Pre 2 bereit stehen, erklärte der ehemalige Palm-Chef Jon Rubinstein. Rubinstein, der vor seiner Zeit bei Palm für Apple arbeitete und unter anderem für den iPod zuständig war, lobte das System auch als "das wichtigste, was wir bisher gemacht haben". Über 50 neue Features wie VPN oder ein Sprachmodus seien hinzugekommen.

Die beiden neuen WebOS-Smartphones sind das Veer mit ausziehbarer Tastatur und das Pre 3 mit 3,6-Zoll-Touchdisplay mit 480 x 800 Pixeln, einer 5-Megapixel-Kamera für HD-Video und einer Frontkamera für Videokonferenzen.

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