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Intel unsicher über Tablet-Markt

19.04.2010 | 06:58 Uhr |

Intel hat ein boomendes Geschäft dank der Netbooks, aber wenn es um Tablet-PCs mit Atom-Prozessoren geht, äußert sich die Firma trotz dem Rummel ums iPad nur mit verhaltener Begeisterung.

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Zwar entwickelten eine Reihe von Firmen Tablet-PCs mit Intels Atom-Prozessoren und bieten auch passende Software zum Herunterladen an, aber die Geschäftsführer bei Intel glauben in einem Interview Ende letzter Woche nur an einen begrenzten Erfolg.

Im Intel Developer Forum (IDF) in Peking schätzte der Leiter von Intels Architektur-Abteilung, David Perlmutter, dass der Erfolg von neuen Produkten nur schwer voraussehbar ist, verspricht aber gleichzeitig, dass Intels Technologien mit den Neuentwicklungen Schritt halten können.

Das Geschäft um Netbooks hingegen wächst kontinuierlich. Perlmutter bestätigte, dass Intel noch in diesem Quartal eine neue Dual-Core-Version seines Atom-Prozessors vorstellen will, die für den Einsatz in Netbooks geeignet ist. Im Laptop-Markt stellen Netbooks mittlerweile 20 Prozent aller Verkäufe dar.

Die Erfolgsaussichten von Tablet-PCs sieht Intel weitaus weniger enthusiastisch. Microsoft befürwortet bereits seit einigen Jahren Tablet-PCs und bietet in Intels App-Store-Version "App-Up Center" eine Reihe von Anwendungen für Geräte mit Atom-Prozessor wie Netbooks, Tablets und Smartphones an. Aber laut Justin Rattner, dem Leiter der Intel Labs, sind die Tablets bereits in der dritten Entwicklungs-Generation und haben sich immer noch nicht im Markt durchgesetzt. Vorsichtig fügt er aber hinzu, dass "die neuste Entwicklung viel versprechend aussieht".

Ian Yang, der Geschäftsführer von Intel in China, berichtet hingegen, dass derzeit eine ganze Reihe von chinesischen Firmen an Tablet-PCs auf Atom-Prozessor-Basis arbeiteten. Teso , eine der Firmen, hat einen Prototyp vorgestellt, der wie ein übergroßes iPhone aussieht und neben dem gleichen Hochglanz-Gehäuse auch gleich den Home-Knopf bei Apple abkupferte.

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