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HP-Touchpad-Abschied: Apple ist schuld - sagen Marktbeobachter

22.08.2011 | 21:04 Uhr |

Wer Erfolg hat, muss sich nach Neidern nicht lange umsehen. In einer Mischung aus Resignation und Respekt kommentiert ein TNW-Beitrag das Ende der HP-Tablets und die (vorgebliche) Rolle Apples dabei.

HP Touchpad
Vergrößern HP Touchpad

HPs Werk und Apples Beitrag, so ähnlich ließe sich (in Anspielung auf den berühmten Buchtitel von John Irving, Gottes Werk und Teufels Beitrag ) der Kommentar mit Titel " How Apple locks its rivals out of the tablet market with exclusive sourcing deals " bei The Next Web überschreiben. Denn der Kommentator dort sieht die exklusiven Marktbeziehungen, die sich Apple gesichert hat, als Hauptgrund dafür, dass HP und andere im Vergleich zum iPad-Hersteller längst nicht so wertige Produkte zu erschwinglichen Preisen liefern können.

Warum also ist insbesondere die Hardware von Apples iPad so viel besser als diejenige von HPs Touchpad, obwohl der PC-Marktführer durchaus in der Lage wäre, sehr viel Geld für sehr gute Komponenten zu bezahlen? Der Artikel bei TNW beruft sich auf eine Quelle, die der Sache sehr nahe stehe und wissen will, wie genau Apple es schafft, dass seine Tablet-Hardware und auch Software diejenigen aller Mitbewerber übertrifft. Vor allem habe Apple das mit einer riesigen und vor allem langjährigen Anstrengung bewerkstelligt, dass es erstklassige Verbindungen zur Zuliefererindustrie, speziell der Displays und später auch von NAND Flash-Speicher .

Apple habe schon Monate vor den Konkurrenten Informationen und Zugriff auf neueste Entwicklungen auf dem Hardware-Markt und gebe dafür auch eine Menge Geld aus, unter anderem durch entsprechende Akquisitionen. Beispielsweise würde HP ebenfalls gern die beste Qualität von Displays verbauen, könne aber tatsächlich am Markt nur die zweitbeste Qualität erwerben, weil Apple bereits die Hand auf allem anderen liegen habe. Die exklusiven Deals, die Apple geschlossen hat, würden den Zugriff auf das Beste vom Besten verhindern.

Das sei einfach so, behauptet jedenfalls die Quelle des Kommentators. Allerdings sei es nicht richtig zu behaupten, Apple blockiere durch diese Taktik die Innovation bei anderen Unternehmen, meint der Autor. So einfach könne man es sich nicht machen. Sondern Apple habe deswegen exklusiven Zugriff auf die absolut besten Touchdisplays und Aluminiumhüllen, weil es immer in die Zukunft statt (wie viele andere) in die Vergangenheit blicke. Insbesondere der iPod habe erkennbar die Wende für das Unternehmen gebracht, weil damit auch der Druck auf die Rivalen gewachsen sei, ebenso gute Speicherqualität zu relativ günstigem Preis anzubieten. Doch weil Apple schon vorher da war, war es fast unmöglich, damit zu konkurrieren. Bleibt Autor Matthew Panzarino nur noch zu hoffen, dass das Web-OS von HP, ehemals Palm , noch einen Platz auf einem Gerät finde, wo ihn mehr Gerechtigkeit widerfahre ...

Info: The Next Web

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