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Taiwan-Erdbeben treibt DRAM-Preise nach oben

23.09.1999 | 00:00 Uhr |

Das verherende Erdbeben, das am Dienstag Taiwan heimsuchte, hat neben den mehr als 1700 Toten und 4000 Verletzten auch Auswirkungen auf die Computerindustrie. Zahlreiche Unternehmen, darunter auch Apple, lassen ihre Produkte in Taiwan herstellen. Neben Apple und Dell, sind auch die Unternehmen Acer, Altera, Compaq, Hewlett-Packard und Motorola betroffen.

Mit Lieferengpässen ist vor allem bei PC-Motherboards, Netzwerkkarten, Handys und protablen Computern zu rechnen. Die ersten Auswirkungen sind bereits bei den Preisen für Speicherchips (DRAM) zu spüren. So sind etwa die Preise für 64 MBit DRAMs von Montag auf Mittwoch um rund zehn Prozent in die Höhe geschnellt.

Auch Apples iBook-Produktion könnte möglicherweise von dem Erdbeben betroffen sein. Lou Mazzucchelli, PC Analyst für Gerard Klauer Mattison & Co, meinte, dass die Fabrik, in der die iBooks exklusiv hergestellt werden, wahrscheinlich von den direkten oder indirekten Auswirkungen des Erdbebens betroffen sei. Im schlimmsten Fall, so Mazzucchelli, müsse sich Apple nach einem anderen Produzenten umsehen.

Nachdem Apple bereits am Wochenbeginn vor einem schlechteren Quartalsergebnis aufgrund mangelnder Prozessorverfügbarkeit hingewiesen hat, trifft es die Mac-Company, würden sich die Befürchtungen bewahrheiten, erneut hart. Die einzigen Produktgruppen, die dann noch problemlos zu liefern wären, sind die iMacs und Powerbooks. Apples neueste Produkte, die G4-Macs und die iBooks, könnten noch einige Zeit Mangelware bleiben. mst

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