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Talkline fordert: iPhone für alle!

05.06.2007 | 14:01 Uhr |

Der deutsche Serviceprovider Talkline hat Apple in einem offenen Brief dazu aufgerufen, das iPhone nicht über einen einzigen Mobilfunkanbieter zu vertreiben. Talkline-Chef Christian Winther fordert ein „iPhone für alle“.

In seinem offenen Brief spricht sich Talkline-Chef Christian Winther gegen Pläne von Apple aus, das iPhone in Europa exklusiv über einen Mobilfunkprovider anzubieten. Die Kunden sollten die Möglichkeit haben, das Apple-Handy mit „unterschiedlichen Netzen und Tarifen zu kombinieren.“ Winther fordert – durchaus populistisch – ein „iPhone für alle!“.

Der Talkline-Chef ruft Apple dazu auf, das iPhone verschiedenen Mobilfunkprovidern anzubieten, ohne dass diese gleich große Stückzahlen vorbestellen müssten. Für Winther „sind der Begriff Wahlfreiheit und die Marke Apple nahezu synonym“. Seit 30 Jahren würde Apple „die besten Alternativen zu den als Quasi-Monopol aufgestellten Betriebssystemen des Marktführers“ bieten. Das Mac-Betriebssystem sei in der Vergangenheit für Entwicklungen von Drittanbietern und Open-Source-Projekte offen gewesen. Das zeuge von einem „tiefen Verständnis für demokratische Marktstrukturen“, schreibt Winther in seinem Brief.

„Ein Widerspruch zur Markenpolitik der letzten 30 Jahre“

Die geplante Exklusiv-Vermarktung des iPhone widerspricht nach Meinung Winthers dieser Unternehmenspolitik. „Wir sehen darin einen Widerspruch zu der Markenpolitik, die Apple in den vergangenen 30 Jahren zu dem lebendigen und charismatischen Unternehmen gemacht hat, das es heute ist“, meint der Talkline-Chef.

Dass Steve Jobs der Forderung des an ihn adressierten Briefes nachgibt, erscheint höchst fraglich. Apple verhandelt derzeit mit den großen Mobilfunkanbietern in Europa über einen Exklusiv-Vertrag. Öffentlichkeitswirksam war der Aufruf von Talkline allemal.

Info: Offener Brief von Talkline: „iPhone für alle!“

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