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Tante Emma Online

26.06.2000 | 00:00 Uhr |

Die Edeka-Gruppe will künftig mehr Waren über
das Internet verkaufen. Im Blick hat das größte deutsche
Lebensmittelunternehmen dabei vor allem kleine Dörfer ohne eigenen
Supermarkt. Edeka will dort in kleinen Läden Bestell-Terminals
installieren und so den Kunden ein breiteres Angebot bieten.

Dies sagte Vorstandssprecher Bartholomäus Werberger am Sonntag bei
der Jahrestagung des Unternehmens in Wiesbaden. In zwei Orten wurde
dieses Verfahren bereits erfolgreich getestet. Auch bei großen
Unternehmen oder in Verwaltungen plant Edeka Bestell-Terminals.

Auch der Verkehr mit Lieferanten, Partnern oder zwischen den
Edeka-Konzern-Bereichen soll mit Hilfe des Internets verbessert
werden. Im Verbund mit 18 weiteren internationalen
Handelsunternehmen, die zusammen etwa 57 000 Geschäfte betreiben,
will Edeka künftig über das Netz gemeinsam Waren ordern, Auktionen
durchführen, Geschäfte abwickeln und Daten austauschen. Im Oktober
will Edeka eine Kundenkarte auf den Markt bringen. Die «Edecard» soll
in 46 Märkten ein halbes Jahr getestet werden. Ein Chip berechnet
nach jedem Einkauf die erworbenen Bonuspunkten.

Der Umsatz der Edeka-Gruppe stieg im vergangenen Jahr leicht auf
58,4 (Vorjahr: 57,3) Milliarden DM. Die Edeka-Einzelhändler sind
Mitglieder von regionalen Genossenschaften, die über zwölf
Großhandelsbetriebe verfügen, darunter umsatzstarke Fleischwerke und
Backbetriebe. Die Genossenschaften wiederum sind Aktionäre der Edeka
Zentrale AG und der Edekabank AG. Neben den fast 11 000 Geschäften
der Edeka-Kaufleute gehören zur Gruppe auch noch so genannte
Regiebetriebe, die von den Großhandelsbetrieben als Filialen geführt
werden.

Edeka meldete eine Rekordzahl bei den Ausbildungsplätzen. Am 1.
September 1999 traten 8 456 Auszubildende ihren Dienst an, 42 Prozent
mehr als im Vorjahr.
dpa

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