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Tausende iPhones in Oberhausen veruntreut

25.06.2015 | 14:52 Uhr |

Die Staatsanwaltschaft Duisburg ermittelt im Falle der Untreue gegen die Tochterfirma der Stadt Oberhausen.

Nach Berichten des Online-Portals " Der Westen " ermittelt die Duisburger Staatsanwaltschaft im Fall der Untreue gegen zwei Stadtangestellten in Oberhausen. Die Ermittlungen laufen gegen zwei ehemalige Mitarbeiter der Tochterfirma der Stadt "Oberhausener Gebäudemanagement". Die IT-Abteilung der Firma versorgt die Stadtverwaltung mit den Computerteilen und Handys.

Zwei ehemalige Mitarbeiter haben im Laufe von 2012 bis 2015 rund 3.000 teure Smartphones über die Firma eingekauft und privat weiterverkauft. Lukrativ wurde das Schwarzgeschäft dadurch, dass beispielsweise die aktuellen iPhones bei dem Lieferanten Telekom zu dem Stückpreis von 85 Cent eingekauft wurden. Die Geräte sollten dann durch einen Tarifvertrag von 60 Euro pro Monat finanziert werden. Die Mitarbeiter haben aber nach dem Kauf im Online-Portal der Telekom die monatlichen Beiträge für jedes neue Smartphone schrittweise auf 2 Euro gesetzt. Wie das möglich war, blieb bis jetzt ein Rätsel.

Erst gegen Ende 2014 hat sich die deutsche Telekom bei dem Oberhausener Gebäudemanagement zu den gekauften iPhones erkundigt, da mit auffällig vielen Geräten bzw. deren Verträgen nicht telefoniert wurde. Ab da liefen die Ermittlungen. Den beiden ehemaligen Mitarbeitern drohen bis zu fünf Jahre Haft. Die Schäden für die Stadttochter "Oberhausener Gebäudemanagement" belaufen sich auf fast zwei Millionen Euro, wenn die Telekom noch ihren entgangenen Gewinn einfordert.

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