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Technik-Prognose: Streaming überholt schon bald TV

15.12.2014 | 16:50 Uhr |

Schon sehr bald werden wir Fernsehen und Serien mehrheitlich eher übers Internet sehen als übers herkömmliche TV und stark auf Smart Home-Angebote setzen, sagt eine Studie des Netzwerk-Unternehmens Ericsson voraus.

Der Trend geht eindeutig weg vom traditionellen Fernsehen mit festen Sendezeiten hin zum Streaming-TV, so das Ergebnis der Studie aus dem Ericsson Consumer-Lab (hier als PDF). Demnach würden schon jetzt 80 Prozent der Befragten in der Altersgruppe der 16- bis 45-Jährigen Serien und andere Inhalte lieber per Streaming auf den Bildschirm holen als über den konventionellen Weg. Betrachtet man alle Altersgruppen gemeinsam, liege das traditionelle ”Broadcast TV” zwar noch vorn, aber Ericsson ist sicher, dass sich das bereits bis 2015 umkehren wird.

Ein ähnlicher Trend zeigt sich für den Einsatz von Smart Home-Systemen, über die sich per Sensoren und Steuergeräten zuhause verschiedene Funktionen über eine Smartphone-App überwachen oder auch steuern lassen, wie bei Rollläden, Alarmanlagen, Kühlschränken und Kaffeemaschine, oder mit denen man sich auf das Smartphone melden lässt, ob jemand das Haus oder die Wohnung betritt respektive verlässt. Dafür interessiere sich bereits jetzt die Hälfte der Befragten Smartphone-Anwender.

Ebenso glauben der Studie zufolge über 70 Prozent der Teilnehmer an der Studie, dass Apps in naher Zukunft zur Verkehrsüberwachung oder anderer Umweltparameter in der Stadt genutzt werden – das soll bis 2020 sogar schon Standard sein, glauben diese Nutzer.

Bezahlen per Handy würden der Befragung zufolge bereits jetzt gerne 48 Prozent der Smartphone-Besitzer, so wie dies etwa mit Apple Pay möglich ist. 80 Prozent sind überzeugt, dass dieses Verfahren bis 2020 Standard sein werde. Eine Verschlüsselung der Smartphone-Kommunikation wünschen sich demnach 56 Prozent, und dass man sein Leben um bis zu zwei Jahre durchschnittlich verlängern könne, indem man Gesundheits-Apps nutzt, ist ebenfalls eine Überzeugung, die Smartphone-Anwender angeblich miteinander teilen.

Die Studie von Ericsson hat auch nach anderen Trends gefragt, insgesamt zehn verschiedene Themen, darunter etwa der künftige Einsatz von Haushaltsrobotern oder sogar über die gedankliche Kommunikation via Wearables – was sich immerhin 40 Prozent der befragten Smartphone-Nutzer wünschen sollen.

Da Ericsson für Technologie dieser Art passende Netzwerk-Lösungen bereitstellt, und daher an einer solchen Entwicklung Interesse haben dürfte, kann man wohl nicht von einer völlig unabhängigen Studie ausgehen. Die Basis für die Umfrage gibt Ericsson für die meisten Tops mit 5024 iPhone- und Android-Smartphone-Nutzern in Johannesburg, London, Moskau, New York und anderen großen Städten an, die Erhebung stamme von Oktober 2014. Für das TV- und Streaming-Verhalten wurden unter anderem auch User in Deutschland über das Jahr 2014 hinweg befragt.

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