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Teheran droht mit iPhone-Verbannung

12.08.2016 | 13:03 Uhr |

Die iranische Regierung reagiert auf sich wiederholende Schmuggelvorfälle. Ein Projekt soll illegal importierte Mobiltelefone unbrauchbar machen. Davon ist auch Apple betroffen.

Update 12.08:

Import:   Iran will nun neun Retailern den Import von iPhones offiziell erlauben. Zuletzt hatte das Land damit gedroht, die Smartphones von Apple zu verbieten, um so dem Schmuggel Einhalt zu gebieten - dadurch waren die Margen für illegale Importe sogar noch größer geworden. Apple hat in Iran noch keine offizielle Präsenz.

Ursprüngliche Meldung vom 19.07:

Iranische Beamte forderten den Apple Konzern auf, sich offiziell im Iran registrieren zu lassen. Einer lokalen Nachrichtenagentur zu Folge droht Apple sonst eine Verbannung sämtlicher Produkte. „Sollte Apple eine offizielle Registrierung im Iran in den nächsten Tagen verweigern, werden alle iPhones vom Markt genommen“, zitiert die Nachrichtenagentur Tasnim den Direktor der iranischen Antischmuggelbehörde.

Im Iran nutzen derzeit mehr als 40 Millionen Menschen Smartphones, wovon ein großer Teil auch iPhones besitzt. Diese gelangen jedoch größtenteils über Schmuggler in das Land. Laut Tasnim wird Apple nicht durch Gesetze an einer Registrierung gehindert. Um gegen das Schmuggelproblem anzukämpfen, hat die Iranische Regierung ein Projekt gestartet, welches den Schmuggel von Mobiltelefonen verhindern soll. Dabei soll es sich um ein System handeln, welches eine Registrierung aller Mobiltelefone in einer Datenbank erfordert. Ohne diese Registrierung sollen die Telefone nicht genutzt werden können. Die Behörde verkündete, dass ehemalige iPhone-Nutzer und andere geschmuggelten iPhones von dieser Maßnahme ausgeschlossen werden sollen und somit unbrauchbar werden. Diese Aktion wird von einigen IT-Aktivisten stark kritisiert.

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