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Telefonnummern bleiben geschützt

13.09.2005 | 16:27 Uhr |

Telegate hatte vor Gericht geklagt, dass auch lokale Telefongesellschaften Name und Rufnummer für die Inverssuche bereitstellen müssen. Müssen sie nicht, sagt das Gericht.

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Die Kunden der bayerischen Telefongesellschaft Mnet behalten ihre Privatsphäre: Nach einem heute bekanntgegebenen Urteil des Landgerichts München muss Mnet die Daten ihrer Kunden nicht an die Telefonauskunftsbetreiber wie Telegate AG oder Telekom herausgeben. Telegate hatte mit einer Klage versucht, an Kundendaten für die sogenannte Rückwärtssuche zu gelangen. Anhand der Telefonnummer könnten dann Name und Anschrift des Anschlussinhabers erfragt werden. Telegate hatte die Klage damit begründet, sonst Werbeversprechen ("Hier werden Sie geholfen") nicht erfüllen zu können. Dies sahen die Richter des Landgerichts München völlig anders und wiesen die Klage vollständig zurück.

Im Gegensatz zur Telekom, die ihre Kunden lediglich versteckt auf der Rückseite der Telefonrechnung vom Juli 2004 auf eine Widerspruchsmöglichkeit hingewiesen hatte und Schweigen als Zustimmung wertete, geht Mnet einen anderen Weg: Die Rückwärtssuche wurde den Telefonauskunftsbetreibern nicht ermöglicht. Nur auf ausdrücklichen Wunsch des Kunden wurden Telefonnummern für die Inverssuche freigeschaltet. Bislang hätten von und 80.000 Mnet Kunden auch nur weniger als ein halbes Prozent der Kunden ihre Zustimmung zur Inverssuche gegeben, sagte Jörn Schoof, Prokurist und Leiter der Rechtsabteilung von Mnet.

Info: Mnet, www.mnet.de

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