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Telekom: Flottes VDSL-Vectoring für erste deutsche Ortsnetze

01.09.2014 | 09:12 Uhr |

Mit Vectoring, einer speziellen VDSL2-Technik auf der letzten Meile zwischen Verteilerkasten und Haushaltsanschluss, sollen Verbindungsgeschwindigkeiten möglich sein, die doppelt so schnell sind wie VDSL allein. Bisher ist diese Technologie jedoch noch nicht überall verfügbar.

Die neuen Geschwindigkeiten von bis zu 100 Mbit/s beim Download und 40 Mbit/s beim Upload werden laut Telekom  durch das so genannte Vectoring möglich. Der Netzbetreiber bezeichnet das Vectoring als einen ”Daten-Turbo für das Kupferkabel”. Demnach beseitigt Vectoring die elektromagnetischen Störungen zwischen den Kupferleitungen, die vom Multifunktionsgehäuse (in der Regel die grauen Verteilerkästen am Straßenrand) zum Router in der Wohnung des Kunden laufen.

Bis zum Verteilerkasten selbst ist dabei eine Übertragung per Glasfaser Voraussetzung, um die VDSL-Geschwindigkeit zu erreichen. Auf dem Weg vom Verteilerkasten zum Internet-Haushaltsanschluss werden mehrere physische zu einer einzigen virtuellen Leitung zusammengefasst und dadurch die unerwünschte gegenseitige Beeinflussung an sich unabhängiger Signalkanäle verhindert (auch ”Übersprechen” genannt), erklärt die Telekom weiter.

Erst dadurch sollen sich nervige Wartezeiten selbst bei einem Internet-Breitbandanschluss deutlich verringern lassen, wenn gleichzeitig vielfache Nutzung der Leitungen etwa über HD-Fernsehen und diverse Surf-Geräte wie Computer, Smartphone, Tablet und anderes zum Einsatz kommt.

Zurzeit sind erst 20 Ortschaften mit insgesamt 200.000 Haushalten für dieses ”Turbo-Internet” freigeschaltet . Dazu zählen die Ortnetze von Hilden, Erkelenz, Wegberg, Wegberg-Röttgen, Gronau-Westfalen, Gronau-Epe, Hennigsdorf, Velten, Zittau, Prenzlau, Gifhorn, Löhne, Hofheim-Wallau, Zweibrücken, Neuhof-Hauswurz, Beilstein, Albstadt-Ebingen, Offenburg, Starnberg und Kalbach. Die Verfügbarkeit lässt sich für das eigene Wohngebiet bei der Telekom selbst überprüfen .

Die Kosten für das Vectoring liegen für Einsteiger monatlich bei 35 Euro in den ersten sechs Monaten, danach zahlt man dafür 45 Euro. Bestandskunden der Telekom erhalten das Vectoring für fünf Euro im Monat zusätzlich. Auch andere Netzanbieter wie beispielsweise Vodafone kündigen die Vectoring-Technologie für die nahe Zukunft an.

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