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Telekom: Partnerschaft mit Youtube & Co. möglich

03.05.2013 | 10:05 Uhr |

Die Telekom will bis 2016 eine Daten-Obergrenze für Breitband-Internetanschlüsse einführen. Wer monatlich mehr als 75 Gigabyte an Traffic hat, wird auf Schneckentempo gedrosselt. Ausgeschlossen sind Angebote der Telekom. Andere Inhalte-Anbieter könnten sich künftig gegen Gebühr von den Begrenzungen „freikaufen“.

In einem Interview mit der Welt hat Niek Jan van Damme, Deutschland-Chef der Telekom, die Debatte um die geplante Breitband-Drosselung des Unternehmens von neuem entfacht. So will die Telekom ab 2016 so genannte Heavy User ausbremsen. Wer monatlich mehr als 75 Gigabyte Traffic verbraucht, dessen Anschluss wird gedrosselt. Streaming-Angebote der Telekom sollen dabei nicht auf das Traffic-Volumen angerechnet werden, was viele Experten als unlautere Wettbewerbsmethode einstufen, die die Netzneutralität gefährde.

Die Telekom scheint ihr Modell in Zukunft sogar ausbauen zu wollen. So könnte sich das Unternehmen laut van Damme  Kooperationen mit anderen Inhalte-Anbietern wie etwa Youtube vorstellen. Gegen eine Gebühr könnte sich der Video-Dienst von den Traffic-Fesseln „freikaufen“. Die Nutzung solcher Partner-Dienste würde Telekom-Kunden nicht auf den Traffic ihres Anschlusses angerechnet werden. Eine ähnliche Kooperation gibt es bei der Telekom bereits im Mobilfunk-Bereich mit Spotify. Für zehn Euro im Monat kann man den Service unbegrenzt nutzen, ohne das Flatrate-Datenvolumen zu schmälern.

Kooperationen mit Youtube, Lovefilm oder Maxdome – die die Telekom eigenen Aussagen zufolge gern in ihr Angebot Entertain integrieren würde – könnten die Netzneutralität jedoch noch weiter gefährden.

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