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René Obermann verteidigt Konzernumbau

22.10.2007 | 09:49 Uhr |

Aufgrund von Verkäufen werden insgesamt rund 35 000 Beschäftigte vom Konzernumbau der Deutschen Telekom betroffen sein. Ein Konzernsprecher bestätigte heute entsprechende Zahlen, die der „Spiegel“ in einem Interview mit Telekom-Chef René Obermann angeführt hat.

Obermann
© Telekom AG

Obermann verteidigte die seit Frühjahr bekannten Umbaupläne. „Es wird Unternehmensbereiche geben, die wir verkaufen oder für die wir Partner suchen - das ist bekannt und alles andere wäre Augenwischerei. Wenn wir das nicht angehen, ist das Unternehmen insgesamt immer weniger wettbewerbsfähig“, sagte Obermann gegenüber dem „Spiegel“. Anfang März hatte der Vorstandsvorsitzende seine neue Strategie vorgestellt, die den Verkauf von Randbeteiligungen umfasst. So will sich der Bonner Konzern unter anderem von den Funktürmen sowie Teilen der Geschäftskundensparte T-Systems trennen. Die Auslandstöchter in Spanien und Frankreich wurden im Zuge der Umstrukturierung bereits verkauft. Zu der Zahl von rund 35 000 betroffenen Beschäftigten erklärte der Telekom-Sprecher: „Es geht dabei aber nicht um Entlassungen, sondern die Mitarbeiter werden ihre Arbeit außerhalb des Unternehmens behalten.“

In seinem Artikel berief sich der „Spiegel“ auf interne Berechnungen des Konzerns, die Obermann in dem Interview nicht bestätigte. Wie das Magazin anführte, würden bei einer Aufsummierung möglicher Verkäufe von Tochterunternehmen wie DeTe-Immobilien oder Einheiten wie Technik-Wartung weitere 35 000 Menschen aus der Telekom gedrängt werden.

Weltweit beschäftigt die Telekom gegenwärtig etwa rund 250 000 Mitarbeiter, davon 150 000 im Inland. Beim derzeit laufenden Kostensenkungsprogramm will sich der Konzern bis 2008 von 32 000 Mitarbeitern trennen. Im Frühjahr hatte es bei der Telekom heftige Auseinandersetzungen zwischen der Telekom-Führung und den Gewerkschaften gegeben mit einem wochenlangen Arbeitskampf. Anlass war die Auslagerung von rund 50 000 Stellen in konzerneigene Servicegesellschaften unter dem Dach von T-Service . Im Juni kam es dann zu einem Kompromiss, der Gehaltskürzungen, längere Arbeitszeiten, aber auch einen Kündigungsschutz bis Ende 2012 vorsieht.

Obermann zeigte sich mit der derzeitigen Vermarktung von DSL-Anschlüssen hochzufrieden. „Unser Jahresziel sind 40 bis 45 Prozent der DSL-Neukunden“, sagte er dem „Spiegel“. Die Telekom liege derzeit sogar darüber. Auch der IP-TV-Start sei ordentlich angelaufen. Seit dem Beginn vor wenigen Wochen seien bereits „rund 50 000 Entertain-Pakete verkauft“ worden.

Auch zu den Tarifen für das iPhone, welches die Telekom ab Anfang November vermarkten will, äußerte sich Obermann erstmals offiziell. Die Telekom gehe von einer „ziemlich gewaltigen Nachfrage“ aus. „Das Einsteigerpaket wird unter 50 Euro pro Monat kosten und schon massig Internet-Surfen beinhalten.“

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