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Telekom gesteht Fehler beim Umgang mit Datenmissbrauch ein

29.10.2008 | 16:20 Uhr |

In einer Pressekonferenz hat die Telekom Fehler beim Umgang mit den jüngsten Datenskandalen eingeräumt.

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In einer offiziellen Stellungnahme des neuen Datenschutzvorstandes Manfred Balz hat die Telekom Fehler bei der Aufarbeitung der Datenmissbrauchsfälle eingestanden. So habe man bei der Untersuchung der im Jahr 2006 gestohlenen 17 Millionen Kundendatensätze Fehler gemacht. Die Organisation und Bearbeitung des Falles habe Mängel aufgewiesen, so die Stellungnahme. Insbesondere bei den ermittelnden Mitarbeitern und deren Methoden habe es Fehler gegeben.

Die zuständigen Mitarbeiter der Sicherheit hätten laut internen Untersuchungen die Verbindungsdaten insgesamt 20 Personen überprüft und zudem "mindestens einmal" Daten von einem inländischen und ausländischen Mitbewerber beschafft. Dies geschah offenbar auf eigene Faust. Fünf Manager und Teile deren Abteilungen seien bis auf Weiteres beurlaubt worden. Warum man die Öffentlichkeit erst zwei Jahre nach dem Vorfall informierte und dies zudem zuerst von den Medien aufgedeckt wurde, verriet der neue Datenschutzchef nicht. Auch neue Informationen zu den Verursachern der Datenpanne gibt es nicht.

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