Gerücht

Telekom soll 1200 Stellen in Deutschland streichen

18.01.2013 | 09:49 Uhr | Benjamin Schischka

Rund 10 Prozent weniger Stellen machen 100 Millionen Euro mehr jährlich. Die Deutsche Telekom will das Geld angeblich lieber anderswo investieren.

Wie das Handelsblatt berichtet , will die Deutsche Telekom rund zehn Prozent der Stellen in den Bereichen Marketing, Steuerung und Verwaltung streichen. Das Handelsblatt will die Information aus nicht näher genannten unternehmensnahen Kreisen haben. Die Streichungen sollen bereits bis zum 30. Juni diesen Jahres abgeschlossen sein und Einsparungen von rund 100 Millionen Euro jedes Jahr einbringen. Mit dem Geld wolle man sich mehr Spielraum verschaffen und das operative Geschäft stärken.

Die Telekom wolle in den Breitbandausbau investieren und mehr Fachleute anwerben. Auch das mobile Internet und die Umstellung der Netze auf IP-Technik solle im Gegenzug vorangetrieben werden. Insofern spreche man bei der Deutschen Telekom auch nicht von "Abbau", sondern vom "Umbau". Die Betroffenen sollen in die eben genannten Bereiche wechseln oder in den Vorruhestand gehen oder Abfindungen erhalten.

Die Streichung der 1200 Stellen ist nicht das einzige Streichungsprojekt bei der Deutschen Telekom. Parallel laufe das "Shape Headquarters"-Projekt, das bis 2015 einen Abbau von 40 Prozent der 3200 Vollzeitstellen in der Zentrale in Bonn zum Ziel hat, erklärt das Handelsblatt. Auch in der jüngeren Vergangenheit hat die Telekom das Personal verringert: Anfang bis Mitte 2012 soll die Mitarbeiterzahl im ganzen Konzern um 5.000 auf 230.000 gesunken sein - in Deutschland sollen 2.000 Angestellte betroffen gewesen sein. Dort sank die Mitarbeiterzahl auf 67.600.

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