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Telekom stellt Aufschläge von City-Netzbetreibern in Rechnung

17.11.2004 | 13:12 Uhr |

Die Deutsche Telekom wird zum 1. Mai 2005 ihren Kunden Preisaufschläge von Citynetzbetreibern für Telefonate in deren Netze in Rechnung stellen.

Auf die Änderungen würden die Kunden derzeit hingewiesen, sagte T-Com-Sprecher Frank Domagalla am Mittwoch in Bonn. Der Zuschlag beträgt 0,2 Cent je Minute, den die Citycarrier für die Zusammenschaltung der Netze kassieren. «Die Extragebühr wird nach Anträgen von 30 City Carriern erhoben und wir überweisen das Geld direkt weiter», sagte Domagalla. Der Sprecher wies zugleich einen Bericht in der «Bild»-Zeitung zurück, nach dem die Telekom angeblich Extragebühren für diese Telefonate einstreiche.
«Wir reichen die zusätzlichen Einnahmen an die entsprechenden Betreiber weiter. Für die Telekom bleiben sie ergebnisneutral», betonte Domagalla. Bei der Regulierungsbehörde hatten die Stadtnetzbetreiber zusätzliche Gebühren für die Netzzusammenschaltung zwischen 1,8 Cent und 5,8 Cent beantragt. Die oberste Aufsichtsinstanz genehmigte aber nur 0,2 Cent pro Minute. Für die regionalen Telefonanbieter sind diese Einnahmen ein wichtiger Bestandteil ihrer Geschäftsmodelle.

«Wir wollten diese Aufschläge nie», sagte Domagalla weiter. Die Regulierungsbehörde habe dann aber anders entschieden. Die Telekom plant die Einrichtung einer 0800er Rufnummer, bei der sich die Kunden informieren können, ob für eine bestimmte Rufnummer Extragebühren fällig werden. (dpa)

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