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Telekom und Wohnungswirtschaft vereinbaren Kooperation bei IPTV

23.10.2007 | 13:06 Uhr |

Mit einer Kooperation zwischen Telekom und der deutschen Wohnungswirtschaft (GdW) beim Fernsehen der Zukunft erhalten die Kabelnetzbetreiber einen neuen Konkurrenten.

Nach einer Eckpunkte-Vereinbarung können Europas größter Telekom-Konzern und Mitgliedsunternehmen des GdW ab sofort hochauflösendes Fernsehen, Telefon und Internet aus einer Hand anbieten. «Wir bieten eine echte Alternative zum Angebot der Kabelnetzbetreiber», sagte der Vermarktungschef der Telekom, Philipp Humm, am Dienstag bei der Vorstellung der Zusammenarbeit in Berlin. Anbieten wird die Telekom ihre Produkte über das Hochgeschwindigkeitsnetz VDSL, an das bis Ende 2007 fast jeder zweite deutsche Haushalt angeschlossen werden könnte. Derzeit ist das Netz in 27 deutschen Städten verfügbar, bis Ende 2008 sollen es insgesamt 50 Städte sein. Die Telekom hatte bei der Vermarktung von IP-TV vor einigen Monaten Anlaufschwierigkeiten eingeräumt. Bis Ende 2007 will das Unternehmen nach früheren Aussagen von Konzernchef René Obermann 100 000 bis 200 000 Kunden für IP-TV gewinnen. «Wir wollen eine zusätzliche Option für die Wohnungsunternehmen bieten», erläuterte GdW-Präsident Lutz die Vorzüge der Kooperation mit der Telekom. Durch die Vereinbarung werde der Wettbewerb auf dem Markt der Infrastrukturen belebt. Dies gelte auch für die Preise. Zwar sei die Vermietung für die Unternehmen mit rund 90 Prozent weiterhin das Kerngeschäft der Wohnungsunternehmen, aber die multimediale Versorgung werde für die Vermietung immer wichtiger, betonte er. Die Mieter erhielten durch internetbasiertes Fernsehen, Breitband- Zugang und Telefon alles aus einer Hand, erläuterte Humm. Mit diesem Angebot habe das Unternehmen ein Paket geschnürt, das eine Alternative sowohl zu den Angeboten der Kabelnetzbetreiber als auch der Programmangebote über Satellit darstelle.

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