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Telekom verliert Marktanteile im Ortsnetz

20.01.2004 | 14:27 Uhr |

Die Deutsche Telekom hat bis Ende 2003 weitere Marktanteile im Ortsnetz verloren.

"Der Anteil der anderen Anbieter liegt nun bei rund 25 Prozent", sagte der Präsident der Regulierungsbehörde für Telekommunikation und Post (RegTP) am Dienstag in Berlin der dpa-AFX.
Die Telekom-Konkurrenten hätten seit Einführung von Call by Call und Preselection im Ortsnetz ihren Marktanteil auf 17 Prozent gesteigert. "Die Stadtnetzbetreiber haben ihren Anteil von 6 Prozent Anfang 2003 auf nun 8 Prozent erhöht." Analysten hatten befürchtet, dass die Telekom sogar über ein Viertel des Marktes verlieren könnte.
Kurth rechnet damit, dass der Bonner Konzern weiter Federn lassen muss. "Ich habe keine Indizien, dass der Prozess zum Stoppen gekommen ist." Eine konkrete Prognose gab er nicht. "Die Verbraucher sind sehr preissensibel und nutzen Einsparmöglichkeiten im Cent-Bereich." Die Überprüfung der Netzabdeckung mit UMTS wird sich möglicherweise über das Jahr 2004 ziehen. Die verbliebenen fünf Lizenznehmer seien angeschrieben worden, um die Unterlagen zur UMTS-Netzabdeckung zu erhalten. Neben der technischen Leistung solle die Qualität der Dienste geprüft werden, sagte Kurth. "Dies wird zügig, aber ohne Hektik geschehen. Die Vorgehensweise muss wasserfest sein." Damit wolle die RegTP möglichen Klagen zuvorkommen. Die UMTS-Anbieter müssen gemäß den Lizenzbedingungen seit Anfang des Jahres ein Viertel der Bundesbürger mit ihrem Dienst abdecken. Andernfalls fällt die Genehmigung an den Staat zurück. Quam hatte bereits angekündigt, gegen einen Entzug der Lizenz vorgehen zu wollen. Die Deutsche Telekom, Vodafone E-Plus sowie O2 erfüllen nach eigenen Angaben die Auflagen.

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