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Telekom wegen Wucher angeklagt

12.06.2006 | 10:28 Uhr |

Der frühere Telegate-Großaktionär Klaus Harisch hat eine Strafanzeige gegen die Telekom eingereicht. Er hält die von der Telekom über Jahre eingeforderten Gebühren für zu hoch.

Die Anklage wirft dem Telekom-Konzern nach Informationen des Spiegels Wucher, Erpressung sowie schweren Betrug vor. Die Gebühren, die die Telekom von den Auskunftsdienstleistern jahrelang verlangt hatte, seien „von Anfang an frisiert“ und viel zu hoch gewesen. Bereits 1999 und 2003 hatte das Bundeskartellamt die Telekom-Gebühren kritisiert. 2005 erklärte die Bundesnetzagentur die Tarife für unwirksam. Seitdem darf die Telekom nur noch 770.000 Euro statt der bis dahin eingeforderten 49 Millionen Euro pro Jahr verlangen.

Der Ex-Großaktionär Harisch sowie Telegate fordern Schadensersatz von mehr als 400 Millionen Euro. Die Telekom weist die Forderungen als unberechtigt zurück.

Info: Golem.de

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