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Telekom will DSL stärker vermarkten

27.08.2003 | 16:01 Uhr |

Die Deutsche Telekom will bis 2010 insgesamt 15 Millionen der schnellen DSL-Internetzugänge vermarkten.

Die für Ende diesen Jahres geplante Zahl von 3,9 Millionen Anschlüssen werde übertroffen, sagte der Vorstand der Festnetzsparte T-Com, Josef Brauner, am Mittwoch auf der Funkausstellung (IFA) in Berlin. Für die Zukunft setze die T-Com auf starkes Wachstum des schnurlosen Internetzugangs "Wireless Local Area Network" (WLAN). Bei Festnetz-Telefonaten im Ortsnetzbereich stelle sich die T-Com dem verschärften Wettbewerb. Man rechne bis zum Jahresende mit einem Rückgang des Marktanteils auf bis zu 80 Prozent.
Zur IFA bietet T-Com den Ausstellern ein schnurloses W-LAN-Netzwerk. Besondere Gefahren gebe es bei dieser Funk-Technologie nicht, sagte Achim Berg, T-Com-Bereichsvorstand für Marketing und Vertrieb. "Wenn sie im Internet sind, gibt es immer irgendwo offene Türen". Sicherheitsprobleme würden oft durch Nutzer selbst hervorgerufen, die mögliche Verschlüsselungstechnik nicht ausnutzen würden.
T-Com verspricht, dass langfristig für 90 Prozent aller deutschen Haushalte die schnellen T-DSL-Anschlüsse bereitgestellt werden könnten. Bis zum Jahresende rechnet die T-Com mit 4,2 Millionen T-DSL-Anschlüssen. Befürchtungen, dass die breite Vermarktung von diesen Anschlüssen und W-LAN die Absatzchancen für die UMTS-Anwendungen verschlechtern werde, trat Brauner entgegen. "Der Kunde wird nicht sagen, W-LAN oder UMTS, der Kunde wird sagen, W-LAN und UMTS. Beide Technologien ergänzen sich wunderbar."

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