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Telekom will kein Gegengebot für O2 vorlegen

02.11.2005 | 11:33 Uhr |

Die Deutsche Telekom will sich auf keinen Bieterkampf mit der spanischen Telefónica um den Mobilfunkbetreiber O2 einlassen.

“Wir werden kein Gegenangebot für O2 vorlegen”, sagte Finanzvorstand Karl-Gerhard Eick am Mittwoch in Bonn. Eine solche Offerte liege nicht im Interesse der Anleger. Die Telefónica hatte am Montag ein Übernahmeangebot in Höhe von umgerechnet 26 Milliarden Euro für den britischen Mobilfunkbetreiber vorgelegt. Gelingt dem Unternehmen die Akquisition, steigen die Spanier hinter Vodafone zum zweitgrößten Mobilfunkbetreiber in Europa auf.

In Medien war spekuliert worden, dass die Telekom oder France Télécom ein Gegenangebot für O2 präsentieren könnten. Analysten hatten allerdings davor gewarnt, dass die Schulden des Bonner Riesen hierdurch wieder kräftig ansteigen und den Aktienkurs belasten würden. An der Börse wurden die Äußerungen von Eick positiv aufgenommen. Der Kurs der T-Aktie kletterte um rund zwei Prozent. Dagegen brachen die Papiere von O2 zum Handelsbeginn um knapp sechs Prozent ein.

Vor einigen Wochen hatte die Telekom mitgeteilt, selber an einer Übernahme von O2 interessiert zu sein. Gemeinsam mit der niederländischen KPN wurden Gespräche geführt, das britische Unternehmen zu erwerben und Mobilfunktöchter unter den beiden Konzern aufzuteilen. Die britische O2 sollte der T-Mobile UK zugeschlagen und O2 in Deutschland mit der KPN-Tochter E-Plus verschmolzen werden. Doch die Unternehmen konnten sich nicht einigen und brachen die Gespräche ab.

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