1049945

Telekombranche hofft auf Internet-TV - Kritiker skeptisch

22.08.2006 | 09:37 Uhr

Die Telekombranche hat nach dem Mobilfunkstandard UMTS einen neuen Hoffnungsträger gefunden: Dem lahmenden Inlandsgeschäft soll die Übertragung von Fernsehbildern über das Internet (IP-TV) auf die Sprünge helfen. Die

Deutsche Telekom setzt große Hoffnungen auf das Geschäftsfeld und hat sich dazu eigens die Übertragungsrechte für die Fußball-Bundesliga gesichert. Auch wenn bislang nur einige wenige Kunden das neue Angebot nutzen, zeigt sich Konzernchef Kai-Uwe Ricke vom Erfolg überzeugt. Rund eine Million Kunden will er bis Ende kommenden Jahres für seinen neuen Dienst unter Vertrag nehmen. Experten sind weniger euphorisch.

Mit IP-TV wollen die Telekomfirmen das Fernsehen neu erfinden. „Es entsteht hier nicht nur ein weiterer TV-Vertriebskanal, sondern ein neuer Markt für innovative Anwendungen“, sagt Telekom-Vorstand Walter Raizner. Dabei denkt er etwa an „Video on Demand“ - also das Herunterladen von Filmen. Der TV-Zuschauer wird damit zum eigenen Programmdirektor. Die Telekom verspricht sich von dem neuen Geschäftsfeld zusätzliche Einnahmen, mit denen die Rückgänge im traditionellen Festnetzgeschäft ausgeglichen werden sollen. Die Preise und die Angebotspalette will der Konzern auf der Internationalen Funkausstellung (IFA) in Berlin präsentieren.

0 Kommentare zu diesem Artikel
1049945