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Telekomkonzern KPN kündigt 4800 Entlassungen an

25.10.2001 | 00:00 Uhr |

Der stark verschuldete niederländische Telekomkonzern KPN hat am Donnerstag die Entlassung von insgesamt 4800 Beschäftigten angekündigt. Die Kündigungen sollen vorwiegend im Jahr 2002 wirksam werden. Die Verträge mit 2000 Arbeitnehmern, die nur auf Zeit für KPN arbeiteten, sind bereits im Juni beendet worden. Die Entlassungen sollen sicher stellen, dass der Konzern vom Jahr 2003 jährlich 700 Millionen Euro (1,36 Mrd DM) sparen kann, teilte das Unternehmen in Den Haag mit.

Mit den Gewerkschaften werde über einen neuen Sozialplan verhandelt. Frühere Vorstellungen, wonach die meisten der jetzt Betroffenen innerhalb des Konzerns eine andere Arbeit finden könnten, hätten sich nicht bestätigt. Die Ankündigung vom Donnerstag bedeutet damit die größte Massenentlassung in den Niederlanden seit dem Zusammenbruch des Flugzeugproduzenten Fokker im Jahr 1996.

Der aus der staatlichen niederländischen Postverwaltung hervor gegangene Betrieb, an dem der Staat noch einen Anteil von etwa 43 Prozent hält, hat etwa 22 Milliarden Euro (43 Mrd DM) Schulden angehäuft. Sie sind insbesondere durch den Kauf des deutschen Mobiltelefon-Unternehmens E-plus sowie den Erwerb teurer UMTS- Lizenzen vor allem in Deutschland und Großbritannien entstanden.

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