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Terrorverdächtige nach Whatsapp-Überwachung festgenommen

11.06.2015 | 15:22 Uhr |

In Belgien nahm die Polizei 16 Terrorverdächtige fest. Der Hinweis kam von den US-Behörden: Sie hatten deren Whatsapp-Nachrichten mitgelesen.

Die belgische Polizei nahm 16 Terrorverdächtige in verschiedenen Städten fest. Die Festnahmen stehen in Zusammenhang mit zwei voneinander unabhängigen Untersuchungen gegen tschetschenische Extremisten, wie die BBC berichtet. Einige der Verdächtigen werden mit der syrischen Al-Nusra Front in Verbindung gebracht; andere mit dem „Islamic Caucasus Emirate“, das in Südrussland aktiv ist.

Einige der Verdächtigen sollen versucht haben, in Belgien Freiwillige für den Dschihad anzuwerben. Andere sollen sogar einen Terroranschlag in Belgien geplant haben. Die meisten der Festgenommenen sind mittlerweile aber wieder auf freien Fuß.

US-Behörden gaben die entscheidenden Hinweise

Spannend ist vor allem der Grund, weswegen die belgischen Sicherheitsbehörden den Verdächtigen auf die Spur kamen. Der Hinweis kam nämlich von nicht näher genannten US-Sicherheitsbehörden. Diese hatten die Whatsapp-Kommunikation der 16 Festgenommenen mitgelesen.

Unverschlüsselt, schlecht verschlüsselt, ganz verschlüsselt

Whatsapp verschlüsselt zwar seit einiger Zeit seine Kommunikation. Doch ältere Nachrichten wurden noch unverschlüsselt übertragen. Und die dann zunächst eingeführte Verschlüsselung war zumindest eine Zeitlang nicht sicher. Seit November 2014 setzt Whatsapp aber auch eine Ende-zu-Ende-Verschlüsselung. Allerdings nur zwischen Androidgeräten.

Whatsapp gehört Facebook. Seit kurzer Zeit kann man über Whatsapp auch telefonieren; zunächst ging das nur auf Androidgeräten , später dann aber auch über iOS-Geräte.

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