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Testergebnisse CPU-Vergleich

26.04.2004 | 11:31 Uhr |

Testergebnisse CPU-Upgradekarten

CPU-Upgradeliste

Zwei CPUs sind nicht immer besser

Falls Sie sich zum Upgrade entscheiden stellt sich die Frage, ob sich ein deutlich teureres Dual-Upgrade lohnt. Das oft gehörte Mantra, dass Dual-Upgrades nur mit den speziell dafür angepassten Programmen nützlich sind stimmt seit Mac-OS X nur noch teilweise. Denn obwohl auch OS X die Last einer nicht-dual-fähigen Anwendung nicht selbst auf mehrere CPUs verteilen kann so kann es zumindest die zweite CPU für beliebige andere Aufgaben nutzen. Die Situation unterscheidet sich also stark von Mac-OS 9, in dem die zweite CPU vom jeweiligen Programm über eine Systemerweiterung explizit angesprochen werden muss. Ein Dual-System fühlt sich einfach flüssiger an, da das Betriebssystem immer auf die zweite CPU zurückgreifen kann, wenn ein Programm die andere voll auslastet

Auf jeden Fall bei der Kaufentscheidung von Interesse ist eine Liste der Programme, die von sich aus mehrere CPUs unterstützen (Quelle: Apple plus eigene Ergänzungen, kein Anspruch auf Vollständigkeit):

Absoft Pro Fortran
Adobe AfterFX
Adobe GoLive
Adobe Illustrator
Adobe Photoshop
Adobe Premiere
Alias Maya (nicht PLE!)
Apple DVD Studio Pro
Apple Final Cut Pro
Apple Garageband
Apple MacOS X
Apple Quicktime
Apple Shake
Apple WebObjects
Apple iDVD
Apple iMovie
Apple iTunes
Avid Media Composer
Bibble
Deneba Canvas
Discreet Cleaner
Discreet Combustion
EIAS Universe 5.0
Emagic Logic Audio
Eovia Carrara Studio
Filemaker Pro
Heuris MPEG Power Professional
id Software Quake 3
MOTU Digital Performer
Macromedia Dreamweaver
Macromedia Fireworks
Macromedia Flash
Macromedia Freehand
Maxon Cinema 4D
Metrowerks CodeWarrior
Microsoft Virtual PC
Newtek Lightwave
Omnigroup Giants: Citizen Kabuto
Propellerhead Reason
Roxio Toast
Sorenson Video Codec
Toon Boom Studio
Wolfram Mathematica


Wie stark die jeweiligen Programme von zwei CPUs profitieren kommt auf das Programm und den Grad der Optimierung an. Ein sehr gut optimiertes Programm (besonders gut geeignet: 3D-Software) erreicht normalerweise maximal einen Zugewinn von knapp über 80% im Vergleich zu einer CPU, wobei EIAS für Universe 5 sogar mit einem Zugewinn von "bis zu 100%" durch eine zweite CPU wirbt.

In unseren Tests hat sich herauskristallisiert, dass in der Summe aller Tests (alle Testwerte auf ein ähnliches Niveau ausgeglichen) die Dual-Upgrades nur im Digital Audio mit 133MHz Bus wirklich klar dominieren. Die Unterschiede im Sawtooth mit 100 MHz Bus zu den 1.5GHz-Single-Upgrades sind in den meisten Tests marginal. Wohl nicht nur wegen des schnelleren Busses sondern auch wegen des größeren Taktunterschieds Dual/Single von bis zu 300MHz im Sawtooth versus 133MHz im Digital Audio. Unsere Test-Suite ist eine repräsentative Mischung aus Single-CPU und Dual-CPU nutzenden Programmen.

Das bringen schnelle Busse

Um herauszufinden, welchen Einfluss die AGP- und Busgeschwindigkeit auf die Performance testen wir die OWC-Karte mit jeweils 1,2 GHz im 100-MHz-Sawtooth und im 133-MHz-Digital-Audio-G4. Je nach Programm messen wir im Digital Audio moderate bis deutliche Zugewinne. So arbeiten Datendurchsatz-intensive Tests wie DVD-Encoding und Final Cut Pro zwischen 10 und 20 Prozent schneller. Sehr deutlich profitiert auch Cinema 4Ds Open GL: Über 100 Punkte (16 Prozent) messen wir im Hardware-Lighting Modus mehr. Durch reine CPU-Taktung ist für einen ähnlichen Zugewinn knapp 300 MHz mehr nötig. Mit 10 bis 16 Prozent geringer als erwartet fällt der Zugewinn bei den Spielen aus, die von AGPx4 und einem schnelleren Systembus eigentlich am deutlichsten profitieren sollten.

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