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Testfahrten mit dem "Cell"-Prozessor

31.03.2005 | 15:26 Uhr |

IBM will mit einem neuen Kunden-Service die Entwicklung seines "Superchips" Cell weiter voranbringen. Der "Design-Service" soll Unternehmen dabei helfen, die neue Prozessor-Technologie in einer großen Bandbreite von Elektronikprodukten zu integrieren, teilte der Technologie-Konzern am Donnerstag in Armonk mit. "IBMs neuer Design-Service könnte bedeutenden Einfluss auf die Ausweitung der Anzahl von Anwendungen haben, die die besonderen Möglichkeiten des Cell-Prozessors wirksam nutzen", sagte IBM-Manager Pat Toole.

In einem Forschungs-Center in Poughkeepsie (US-Bundesstaat New York) bietet IBM seinen Kunden eine Simulationsumgebung, in der die
Leistung des Chips für potenzielle Einsatzgebiete getestet werden kann. Zum Test möglicher Nutzungsumgebungen stellt IBM Informationen
und Design-Expertisen zur Verfügung. Die Unternehmen gehen davon aus, dass neben der Unterhaltungselektronik auch im medizinischen Bereich, in der Industrie sowie in der Luftfahrt ideale Einsatzmöglichkeiten von Cell entstehen werden.

Cell wird gemeinsam von IBM, Toshiba und Sony entwickelt und soll künftig vor allem in der Unterhaltungselektronik und bei der Produktion zum Beispiel von animierten Filmen oder der Bildbearbeitung eingesetzt werden. Erste Details des Superchips hatten die Unternehmen im Februar vorgestellt. Der Chip mit acht Prozessoren soll Leistungen erbringen, die bislang Supercomputern vorbehalten waren. Sony hatte unterdessen angekündigt, die neue Entwicklung auch für die dritte Generation seiner Spielekonsole PlayStation nutzen zu wollen.

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