1033645

Erste iPad-Tests im Netz

01.04.2010 | 10:15 Uhr |

Die ersten Tests des iPad sind im Netz und lesen sich durchweg positiv. Das iPad sei kein perfekter Notebook-Ersatz, mache aber alles das was es kann sehr gut. Wir haben die Stimmen zusammengefasst.

iPad Fotos Videos13
Vergrößern iPad Fotos Videos13

Nur wenige Journalisten hatten bisher das Glück, Apples iPad in den Händen halten zu dürfen, vorab hat Apple nur wenige Geräte an ausgewählte Pressevertreter verschickt. Die ersten Eindrücke über das iPad sind durchweg positiv, haben unsere Kollegen von Macworld - bisher nicht mit einem iPad bedacht - zusammengetragen.

Walt Mossberg vom Wall Street Journal hält das iPad für "beinahe" in der Lage, zum "Laptop-Killer" zu werden: "Ich glaube, dieses schöne neue Touchscreen-Gerät hat das Potential mobiles Computing tiefgreifend zu verändern und die Spitzenstellung des Laptops anzugreifen." Kritik übt Mosserg an der Mail-Anwendung. Hier fehlten Nutzerordner und Mailregeln, um eingehende Nachrichten automatisch zu sortieren.

Ed Baing von USA Today hält das iPad für einen multifunktionalen "Gewinner", der nicht nur mit Amazons Kindle konkurriere, sondern auch mit den mobilen Spielekonsolen von Nintendo und Sony. Zu guter Letzt werde das iPad den Markt für Tablet-Computer zum Durchbruch verhelfen, "in einer Weise, wie sie der langjährige Tablet-Visionär Bill Gates nicht zu träumen wagte."

Unser Macworld-Kollege Andy Ihnatko schreibt für die Chicago Sun-Times eine fünfteilige Serie über das iPad, das er für "pure Innovation" und "einen der besten Computer aller Zeiten" hält. Das iPad sei "fesselnd", nach dem Auspacken weiche die pure Begeisterung über den Computer der Konzentration auf die Tätigkeit, "egal, ob das Bücher Lesen, die E-Mails aufräumen oder einen Bericht schreiben ist". Das iPad sehen Ihnatko als den besten Computer seines mit Technik reichlich bestückten Haushaltes an. Keineswegs ersetze es das Notebook, stattdessen fülle es eine Lücke, die seit geraumer Zeit exisitiert habe.

Das iPad ist kein Laptop, bestätigt David Pogue für die New York Times: "Es ist nicht annähernd so gut dafür geeignet, Inhalte zu erzeugen. Andererseits ist es für den Konsum dieser Inhalte unendlich mehr geeignet: Bücher, Musik, Videos, Fotos, Web und E-Mail." Das iPad hätte ein "Haufen von Perfektionisten" gebaut, wenn man das Konzept dahinter schätze, werde man das iPad mögen. Es bleibe also nur die Frage, ob einem das iPad-Konzept gefällt.

Nicht perfekt, aber nahe dran

Tim Gideon vom PC Magazine vergleicht das iPad mit Amazons Kindle, das er zwar möge, um dessen Zukunft er sich aber nun Sorgen mache. Das Umblättern auf dem iPad wirke wie ein echtes Umblättern, Grafiken und Bilder werden in Farbe dargestellt und an jedes einzelne Wort lasse sich ein Lesezeichen kleben, die man dann nach Datum sortieren kann. Ein perfektes Produkt sei es keineswegs, meint der Autor, die Gegener Apples fänden ausreichend Argumente gegen einen Kauf des Tablets: "Warum brauche ich dieses Extra-Gerät, das kein vollausgestattetes Laptop ist? Wo ist die Kamera? Was ist mit Flash? Und überhaupt mit Multitasking?" Alles berechtigte Beschwerden, das iPad könne nicht alles, meint Gideon. Doch das, was es kann, macht es erstaunlich gut. Neben den genannten Einschränkungen gebe es nichts, worüber man sich beschweren könne. Das Testergebnis: 4,5 von 5 möglichen Punkten.

Weitere Stimmen: "Apples iPad hat einen Hauch Genialität" (Xeni Jardin, BoingBoing). "Apples iPad ist besser als erwartet" (Bob LeVitus, Houston Chronicle). "Techies urteilen über das iPad falsch" (Omar Wasow, The Root).

Besonders positiv: In den Tests zeigt sich die Akkulaufzeit noch besser als von Apple angegeben. Statt der versprochenen zehn Stunden hält der Akku in den ersten Tests gar elf bis zwölf Stunden beim Video schauen durch.

0 Kommentare zu diesem Artikel
1033645