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The Tube 2.0 mit Chat-Funktion

14.12.2007 | 10:01 Uhr |

Ist es nicht ein Kreuz mit den ganzen Web 2.0-Applikationen? Andere sehen, wann Sie am Computer sitzen, in welchem Café, welche Software Sie einsetzen und was Sie im letzten Urlaub für Bilder geschossen haben. Nichts ohne die Community.

Und nun können Sie Ihren Buddies auch noch mitteilen, was sie gerade in der Glotze anschauen und nach Lust und Laune darüber quatschen. Muss das sein? Nein, aber es ist auch nicht ganz ohne: "Faul! Der spinnt doch, Elfmeter!" - "Mensch, Kampala ist die Hauptstadt von Uganda, das weiß doch jeder..." - "Der Gärtner war es, der hat kein Alibi". Diese und andere Chatbeiträge könnten in Zukunft zum Fernsehen gehören - mit The Tube 2.0.

Equinux hat heute eine aktualisierte Version der Fernsehsoftware The Tube vorgestellt. Der Sprung auf Version 2.0 lässt vielleicht etwas mehr an Neuigkeiten vermuten, als wirklich in dem Update stecken - dafür bekommen es registrierte Anwender aber auch kostenlos. Was Flock unter den Browsern ist, das möchte The Tube unter den Fernseh-Anwendungen werden: Eine Software, mit der die Community kommuniziert. So steht für jeden Fernsehsender in der Seitenleiste ein eigener Chatraum bereit, dort können sich alle Zuschauer übers laufende Fernsehprogramm und über Gott und die Welt unterhalten. Lange war die Software am Donnerstag Abend noch nicht online, da tummelte sich in den Chaträumen auch schon das erste Dutzend Neugierige. In die aus iChat bekannten Sprechblasen kann der Anwender Smileys einfügen, außerdem lassen sich Glotz-Freundschaften schließen und TV-Buddies definieren. Und wer anderen beim Zappen zusehen möchte, der heftet sich virtuell und unerkannt an dessen Fersen, die Funktion "BuddySurfing" macht es möglich. Wechselt der Verfolgte auf einen anderen Kanal, wechselt The Tube auch auf dem eigenen Mac den Sender. Alle weiteren Änderungen der Version 2.0 liegen im Detail, machen aber die Bedienung der Software einfacher: The Tube kann nun auch manuelle Aufnahmen automatisch am Ende einer Sendung stoppen. Programmiert der Anwender eine Aufnahme, so blendet der Programmführer bei der nächsten Wahl intelligent alle Sendungen aus, die sich mit der gewählten überschneiden. Das Archiv aufgenommener Senungen lässt sich nun nach Alphabet und Aufnahmezeit ordnen und außerdem durchsuchen. Auch Spotlight findet Sendungen anhand von Stichwörtern, unter Leopard lässt sich mit der Übersicht "QuickLook" sogar gleich reinschauen. Der Download der neuen Version ist rund 22 Megabyte groß und für Anwender einer Vorversion kostenlos. Mit DVB-T-Empfänger kostet TubeStick 39,95 Euro.

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