KAUFENTSCHEIDUNG: Das richtige Programm für die Videobearbeitung
Wenn Sie mit Video starten wollen, dann fangen Sie mit iMovie an und lernen Sie dort den Umgang mit Film und Video, denn ein gutes (Schnitt-)Programm wie Final Cut Pro macht noch lange keinen guten Film(schnitt).
Wenn Sie für TV, Industrie oder Spielfilmproduzieren, dann ist Final Cut Studio 2 auf dem Mac momentan die beste Wahl.
Wenn Sie Farbkorrekturen durchführen wollen, dann lernen Sie die richtige Bedienung der 3-Wege-Farbkorrektur von Final Cut Pro, bevor Sie Color einsetzen, denn 80 bis 90 Prozent der meisten Korrekturarbeiten lassen sich hervorragend mit der 3-Wege-Farbkorrektur erledigen.
Wenn Sie Color auf einem älteren Mac (etwa Power Mac G5) einsetzen wollen, dann besorgen Sie sich eine schnelle Grafikkarte wie die ATI X800 (soweit noch verfügbar), denn Color benötigt ungemein viel Grafikleistung.
Wenn Sie komplexe Animationen kreieren wollen, dann kommen Sie schnell an die Grenzen von Motion. Adobe After Effects liefert hier wesentlich mehr und professionellere Funktionen.
Wenn Sie Video für das Web oder Multimedia-Anwendungen produzieren möchten, dann ist Adobes Creative Suite 3 Production Premium ob der hervorragenden Integration von Flash die bessere Wahl.
Kaufempfehlung
Wer mit Final Cut Studio ausschließlich (H)DV schneidet und wenig Wert auf Sound-design, Bewegtbildanimation oder gar eine professionelle Farbkorrektur à la Color legt, für den lohnen sich Update oder Kauf der neuen Version kaum. Im Fokus der Aktualisierung stehen vor allem die vereinfachte Arbeit mit speicherhungrigen HD-Formaten sowie 3D-Spielereien und kinoreife Sound- und Farbeffekte.
Für Produktionsfirmen, deren Projektarbeit neben dem reinen Schnitt auch die Titelanimation, das Generieren komplexer Grafiken und vor allem das Grading von Videomaterial umfassen, liefert Apple ein vergleichsweise günstiges, sehr gut integriertes und vor allem umfassendes Komplettpaket. Dass einige Workflows noch nicht optimal gelöst sind, ein paar bekannte Bugs bestehen oder ein paar notwendige Funktionen vor allem bei Motion und Color noch nicht implementiert sind, bedarf natürlich Nachsicht.
Info: Kleinigkeiten im Compressor 3
DVD Studio Pro 4 hat Apple leider kein Update spendiert, dafür den Compressor, den Stapelkomprimierer, in einigen Kleinigkeiten verbessert: So finden sich in den Voreinstellungen dynamische Filter, die unter anderem direkt einen Timecode auf das zu encodierende Video generieren können, sowie neue Formate für iPod, Apple TV und MP3. Letzteres kann man jetzt auch endlich direkt aus Quicktime exportieren.
Bessere Benutzerführung
Ein kleines Vorschaufenster für jeden Film und eine übersichtlichere Anordnung der Encoding-Parameter pro Film erleichtern die Arbeit. Dass Apple die Geschwindigkeit der Rechenprozesse optimiert hat, kommt vor allem bei umfangreichen Projekt-Transcodings in den Codec Pro Res zum Tragen.
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