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Thema der Woche 35/08: Digital Foto und Video

30.08.2008 | 00:00 Uhr

+++ 26-Zoll-Monitore im Test +++ Test: DSLR-Kameras der Einsteigerklasse +++ Praxis: HD-Video mit iMovie +++ Bildbearbeitung mit Seashore

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26-Zoll-Monitore im Test

Große Durchblicker

Nachdem 24-Zoll-Monitore zum Massenartikel geworden sind, steuert die Industrie dem nächst größeren Formfaktor entgegen. 26-Zoll-Displays erklimmen den Markt

Von Christian Möller (26.08.2008)

Noch ist die Anzahl der Hersteller von 26-Zoll-Monitoren überschaubar. Dafür liegt die Preis- und Leistungsspanne sehr weit auseinander. Der günstigste Vertreter kostet gerade einmal 450 Euro, während das High-End-Modell eine Investition von über 1800 Euro erfordert. Wir lassen dieses breite Spektrum absichtlich in einem Vergleichstest unter identischen Bedingungen gegeneinander antreten, um zu erfahren, ob sich diese gewaltigen Preisunterschiede auch in der Leistung niederschlagen.

Mehr Fläche, gleiche Auflösung

Eigentlich handelt es sich bei den 26-Zöllern nur um 25,5-Zöller, misst man genau nach. Lediglich der Eizo bietet mehr Fläche. Er stellt eine echte 27-Zoll-Bilddiagonale dar. Allen gemeinsam ist jedoch die Pixelanzahl. Genau wie bei den 24-Zöllern stellen die Displays 1920 mal 1200 Bildpunkte dar, das heißt im Umkehrschluss, dass sich die Auflösung (Pixel pro Zoll) etwas verringert. Während bei den 24-Zöllern 94 Pixel pro Zoll zusammenkommen, sind es bei den 26-Zöllern nur noch 89 Pixel pro Zoll. Beim Eizo sogar nur 84 Pixel pro Zoll. Doch das ist kein Nachteil, denn die Darstellung wird dadurch insgesamt etwas größer. Die Bildschärfe bleibt in der Praxis so gut wie unbeeinflusst.

Beim Monitor von Acer liegen die Tasten ungünstig an der Unterseite platziert. Direkt von vorn kann man sie nur schlecht sehen.
Vergrößern Beim Monitor von Acer liegen die Tasten ungünstig an der Unterseite platziert. Direkt von vorn kann man sie nur schlecht sehen.

Mit dieser Pixelanzahl lassen sich - wie bei den 24-Zöllern - HD-Filme in voller Auflösung (1920 mal 1080) betrachten und man hat am unteren und oberen Rand sogar noch etwas Platz für die Menüleiste und andere Bedienelemente. Damit eignen sich die 26-Zöller besonders für die Videobearbeitung, aber auch als Fernsehersatz für den Konsum von hochauflösendem Video oder TV-Programmen. Einige Modelle bieten dafür einen HDMI-Anschluss an, die meisten setzen aber nach wie vor auf den klassischen analogen VGA- und den digitalen DVI-Port. An letzteren kann man mittels Adapterkabel Bluray-Player betreiben, sofern der Monitor das HDCP-Kopierschutzverfahren beherrscht.

Doch auch "schnöde" Büroanwendungen profitieren von dem großen Bild und der hohen Grafikauflösung. Bei überdimensionierten Excel-Tabellen oder daheim beim Surfen im Internet lohnt sich die pure Pixelzahl. So kann man neben dem Webbrowser gleich noch den E-Mail-Client platzieren, ohne dass sich die Fenster gegenseitig verdecken. Schon länger sind Großbildmonitore bei einer anderen Computerspezies beliebt: den Programmierern. Mehr Auflösung bedeutet mehr Quellcode im Blick und weniger Scrollen und Suchen.

Klappe: Nach oben und unten kann man das Display der Sony Alpha 350 schwenken.
Vergrößern Klappe: Nach oben und unten kann man das Display der Sony Alpha 350 schwenken.

Auch bei Hardcore-Spielnaturen setzt sich der Trend zu großformatigen Displays fort. Je höher die Auflösung, desto detailreicher ist die Darstellung in 3D-Actionspielen, was besonders bei Netzwerkspielen Vorteile bringt. Allerdings hat hier eine weitere Kennzahl ein Wörtchen mitzureden: die Reaktionszeit, auch Schaltzeit genannt.

Schaltzeiten

Besonders Hardcore-Spielernaturen sind nach wie vor der Meinung, dass LCD-Monitore für actionreiche 3D-Spiele nicht schnell genug sind. Technisch bedingt benötigen die LCD-Zellen einige Zeit, um von einer Graustufe oder Farbe auf eine andere umzuschalten. Die Folge sind Schlierenbildung, flimmernde Animationen oder Geisterbilder. Auch Ruckeln beim horizontalen Scrollen - beispielsweise in Videos - kann hier auftreten.

Mit cleveren Tricks hat die Industrie die Schaltzeiten jedoch immer weiter verringern können. Vorteile verbuchen hier besonders die TN-Panels. Beim Umschalten von Hell auf Dunkel oder umgekehrt reagieren diese meist schneller als ihre Kollegen aus dem IPS- oder MVA-Lager.

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