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Thunderbolt-Kabel werden länger und teurer

13.01.2014 | 09:08 Uhr |

Während die Kupferkabel eine Reichweite von nur bis zu drei Metern bieten, wurden auf der CES 2014 jetzt bis zu 100 Meter lange optische Thunderbolt-Kabel vorgestellt.

Die optischen Kabel für Apples Thunderbolt 2 -Schnittstelle bieten jede Menge Reichweite, aber die Preise sind noch lange nicht für jeden Geldbeutel erschwinglich. Thunderbolt -Technologie unterstützt PCI-Express und Displayport-Protokolle und nutzt sowohl die traditionellen Kupferkabel, als auch optische Kabel; aber nur letztere können hohe Transferraten über große Distanz bieten. Neben einer erheblichen Preisdifferenz gibt es noch einen weiteren Unterschied: Nur die Kupferkabel versorgen die Peripheriegeräte auch gleich mit Strom, während bei optischen Kabeln die angeschlossenen Geräte ihren eigenen Netzwerkadapter brauchen.

OWC bietet seit letztem Freitag ein 30-Meter-Kabel an. Damit können problemlos 4K-Videos zwischen Mac und 4K-Bildschirmen übertragen werden, aber das Kabel kostet satte 900 US-Dollar. Auch auf der CES 2014 waren lange optische Thunderbolt 2-Kabel ein Thema: Corning führte nicht nur sein antibakterielles Gorillaglas vor, sondern führte auch auch ein Thunderbolt 2- Kabel mit 60 Meter Länge und Datendurchsatzraten von bis zu 20 Gigabits pro Sekunde vor. Bereits zuvor hat Corning auch ein 100-Meter optisches Thunderbolt-Kabel vorgestellt, das Transferraten von zehn Gigabits pro Sekunde bietet, aber für beide Kabel hat der Hersteller weder Freigabetermine noch Preise genannt.

OWC soll eine zehn- und zwanzig Meter-Version der optischen Kabel über Amazon verkaufen und dort 325 beziehungsweise 619 US-Dollar dafür verlangen.

Für den kleineren Geldbeutel gibt es mit wesentlich kürzerer Reichweite die traditionellen Kupferkabel: Apple bietet ein Zwei-Meter langes Kabel für 39 Euro an und Delock verkauft über Amazon ein Drei-Meter Thunderbolt-Kabel für knapp 50 Euro.

Der Preisunterschied ist so erheblich, dass vorerst wohl nur Kreativprofis mit 4K-Bildschirmen optische Kabel einsetzen werden. Die Preise werden in Zukunft sinken, aber es wird auch einen weiteren Anreiz zum Umstieg geben: Intel arbeitet bereits an der nächsten Generation der Thunderbolt-Schnittstelle und erwartet Transferraten von bis zu 50 Gigabit pro Sekunde, mit denen Kupferkabel nicht mithalten können.

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