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Tidal schießt wegen Drake gegen Apple - zu Unrecht

31.08.2015 | 16:45 Uhr |

Tidal unterbricht den Live-Stream eines Konzerts und macht Apple dafür verantwortlich, obwohl das Unternehmen keinen Einfluss nahm.

Dass der Erfolg von Apple Music vor allem bei den Konkurrenten wie Spotify und Tidal nicht auf Begeisterung stoßen dürfte, scheint klar. Wie groß das Konfliktpotenzial zwischen den Konkurrenten allerdings tatsächlich ist, zeigt eine Aktion von Tida l. Während des Live-Streams eines Benefiz-Konzerts pausierte der Streaming-Dienst die Live-Übertragung während des Auftritts von Drake, mit dem Hinweis darauf, dass Apple dem Künstler angeblich die Übertragung des Live-Streams verbiete. Eine ähnliche Mitteilung verbreitete  Tidal auch auf Twitter.
 
Während diese Meldung auf den ersten Blick aufgrund der Kooperation zwischen Drake und Apple nicht unwahrscheinlich erschien, bestätigte bereits kurz nach dem Konzert der Manager von Drake, dass Apple nicht für die Unterbrechung des Streams verantwortlich war. Der Aussage des Managers zufolge war dies seine eigene Entscheidung. Zudem gab der Manager bekannt, dass nur er oder das Musiklabel überhaupt dazu in der Lage seien, ein solches Verbot für die Übertragung des Live-Streams auszusprechen und dass Apple diesbezüglich keinerlei Mitspracherechte habe.

Ob die Grundlage für den Seitenhieb auf Apple ein einfaches Missverständnis war, oder ob Tidal das Übertragungsverbot einfach aus Publicity-Gründen für einen Schlag gegen Apple ausnutzen wollte, ist bisher nicht bekannt. Ein offizielles Statement von Apple zu der Angelegenheit gibt es nicht.

 

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