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Tim Cook spricht mit Fortune über Automobile

23.02.2016 | 12:31 Uhr |

Apple bleibt laut Fortune das meist bewunderte Unternehmen der Welt. Tim Cook erklärt im Interview warum das so ist und lässt einige nebulöse Hinweise auf kommende Produkte fallen.

In der Fortune-Liste der am meisten bewunderten Unternehmen der Welt hat Apple zum neunten Mal in Folge den Spitzenplatz inne. Im vierten Jahr hintereinander komplettieren zudem Amazon und Alphabet - Googles Muttercompany - die Top Drei. Alle Unternehmen sind jünger als 40 Jahre - Apple erreicht erst in ein paar Wochen die Altersgrenze.

Anlässlich der Veröffentlichung der Liste g ab Tim Cook dem Magazin eines seiner seltenen Interviews , auf brave Fragen folgten aber auch allenfalls nebulöse Andeutungen zu Apples nächsten Projekten. Vor allem dem ominösen Apple Car, das Cook weder bestätigte noch dementiert. Einerseits: Wenn Apple für Forschung und Entwicklung viel Geld in ein bestimmtes Produkt ausgebe, werde man es auch marktfähig machen wollen. Andererseits: Für Apple sei es wichtig, sich immer wieder auszuprobieren. Und hunderte Leute an einem Projekt forschen zu lassen, würde noch nicht bedeuten, dafür "haufenweise" Geld auszugeben. Erst wenn man in Produktion gehe, wäre man einem Produkt auch verpflichtet.

Der vielleicht wichtigste Hinweise kommt aus der Denke des ehemaligen COO, der für Apple eine hoch effiziente und damit profitable Lieferkette aufgebaut hat. Die Automobilindustrie würde Entwicklung, Design und Fertigung noch in einem Haus zusammenführen, bei der Computerindustrie sei es früher auch so gewesen. Die Produktion aber auf Auftragsfertiger zu verlegen, habe sich rentiert. Das sei auch ein Weg, den man beim Automobilbau beschreiten könne. Wen Apple sein Auto bauen lassen wird und ab wann, hat Cook natürlich nicht verraten.

Ein Datum hatte Cook jedoch genannt: Voraussichtlich in einem Jahr werde man in Cupertino den neuen Apple Campus beziehen. Dieser könnte nach Steve Jobs benannt werden, man sein in Gesprächen mit Jobs' Witwe Laureen, in welcher Weise man den verstorbenen Apple-Gründer mit dem neuen Gebäude ehren wolle. Jobs selbst hatte noch den Kauf des ehedem zu Hewlett-Packard gehörenden Geländes als CEO verantwortet, sein letzter öffentlicher Auftritt hatte Jobs im Juni 2011 bei der Vorstellung der Baupläne im Stadtrat von Cupertino.

Über die aktuelle Debatte über Sicherheit und Datenschutz hatte Fortune mit Cook nicht geplaudert, das Interview fand am 12. Februar statt, erst wenige Tage danach erging die gerichtliche Anordnung, Apple müsse dem FBI eine Hintertür für das iPhone bereitstellen.

Weitere Themen des Gesprächs: Die Kritik von Anlegern trotz jüngster Rekordgewinne, Expansion nach Indien, Firmenübernahmen und die zunehmende Wichtigkeit von Services, die nicht nur dazu dienen sollen, Produkte zu verkaufen.

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