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Tim Cook hält neues Apple-Buch für "Unfug"

19.03.2014 | 10:33 Uhr |

Die jüngste Buchveröffentlichung über Steve Jobs und Apple "Haunted Empire" der Journalistin Yukari Iwatani Kane hat Apple-CEO Tim Cook zu einer Reaktion veranlasst.

In einem Statement bezeichnete er das Werk als "Unfug", das bei der Beschreibung von Steve Jobs und seinem Wirken bei Apple "zu kurz greife", dabei aber in Gesellschaft anderer Bücher komme. Apple sei keineswegs vom Verfall bedroht, wie Cook ausführt: "Apple hat über 85.000 Angestellte, die jeden Tag zur Arbeit kommen, um die besten Produkte zu machen und das Universum besser zu machen als das, was sie vorfanden." Er sei sehr optimistisch über Apples Zukunft – Zweifler habe es auch in der Vergangenheit ausreichend gegeben. "Diese machen uns nur stärker".

Kane - früher für das Wall Street Journal tätig - hat für ihr Buch rund 200 Interviews mit früheren und gegenwärtigen Angestellten geführt und kommt in ihrem Werk zum Schluss, dass Apple seine besten Tage hinter sich habe. Auf Cooks Reaktion schrieb sie an von ihrem ehemaligen Kollegen Walt Mossberg betriebene Site Website re/Code, dass sie offenbar einen Nerv getroffen habe. "Sogar ich war über meine Schlussfolgerungen überrascht, so verstehe ich die emotionale Reaktion. Ich wäre froh, mit ihm oder irgend jemand anderem bei Apple in der Öffentlichkeit darüber zu sprechen."

Unser Macworld-Kollege Jason Snell hat "Haunted Empire - Apple after Steve Jobs" bereits gelesen und hält das Buch ebenfalls für unzureichend als Beschreibung Apples in den Jahren nach dem Tod seines Gründers. Die Autorin knüpfe von Anfang an einen roten Faden, wonach Apple dem Untergang geweiht sei und ordne all ihre Gespräche und die daraus gezogenen Schlüsse diesem Gedanken unter. Eine offene Recherche sehe anders aus, Kane zitiere nur Quellen und Ereignisse die in ihr vorgefasstes Bild passten. Kane bediene sich zudem plumper Stilmittel, um ihre These zu beweisen, Apple sei "ein Kult um einen toten Mann".

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