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Tim Cook über Apple Watch, Apple Pay und Android

11.02.2015 | 09:35 Uhr |

Investoren, Analysten und Journalisten hat Apple-CEO Tim Cook gestern auf einer Konferenz ausgiebig Auskunft gegeben

Auf der jährlich veranstalteten Technologie- und Internet-Konferenz der Investmentbank verriet der Apple CEO einige Neuigkeiten. Nicht zuletzt schürt Cook dabei hohe Erwartungen an die Apple Watch.

Strom aus der Steckdose

Einen Teil seiner immensen Barreserven investiert Apple weiter in eine eigene umweltfreundliche Energieversorgung. Apple plant in Kooperation mit First Solar die Errichtung eines Solarparks im kalifornischen Monterey. Die dort gewonnene Energie werde nicht nur den neuen Campus in Cupertino versorgen, der im nächsten Jahr bezugsbereit sein soll, sondern auch alle andere Apple-Büros sowie die 52 Stores in Kalifornien. Apple lässt sich laut Cook das Projekt 850 Millionen US-Dollar kosten.

Apple Watch: Skeptiker beruhigt

In etwa zwei Monaten kommt die Apple Watch auf den Markt, erstmals sei fünf Jahren wagt Apple damit den Schritt in einen neuen Markt. Die Skepsis gerade unter Anlegern ist dabei groß, zumal der Durchbruch von Wearables im Allgemeinen und Smart Watches im Speziellen noch bevorsteht. Diese Skeptiker versucht Cook mit einem Blick auf die Unternehmensgeschichte zu beruhigen, denn die Apple Watch könne laut Cook wie der iPod und das iPad eine Branche auf den Kopf stellen. Apple war seinerzeit nicht die erste Firma mit einem MP3-Player, der iPod brachte jedoch mit seinem Konzept der vergleichsweise hohen Kapazität, der schnellen Schnittstelle und der übersichtlichen Verwaltung der Musikbibliothek damals völlig neue Konzepte ein. Vor dem iPad hätte es zudem die unterschiedlichsten Ansätze für einen Tablet-Computer gegeben, die alle scheiterten - das iPad definierte den Markt neu.

Bezahlen mit dem iPhone hebt ab

Vom schnellen Erfolg von Apple Pay zeigt sich Cook ein wenig überrascht, er habe nicht gedacht, dass speziell der Einzelhandel im Weihnachtsgeschäft umsteigen wolle. Das Geheimnis sei aber, dass Apple die Kontrolle sowohl über Hardware als auch über Software und den Service behalten habe. Der Bezahldienst hebt nun auch im wörtlichen Sinne ab: Apple Pay geht an Bord der Fluggesellschaft Jet Blue. Ab Juni werden 3500 Flugbegleiter auf den Strecken von New York nach San Francisco und Los Angeles mit iPad Minis in Hüllen mit NFC-Chips Zahlungen per iPhone akzeptieren können. Tim Cook versicherte zudem, nicht die Kundschaft sei das Produkt, sondern die von Apple hergestellte Hardware und Software sowie die bereitgestellten Services wie etwa Apple Pay. Man wolle gar nicht wissen, was die Kundschaft kaufe und wo und was sie dafür ausgebe. Das Sammeln derartiger Daten sei nicht Apples Business. Apple Pay habe man geschaffen, um ein unkompliziertes Zahlen zu ermöglichen.

Konkurrenz belebt das Geschäft

Über Android merkte Cook an, dass Apple in seiner Geschichte schon immer mit harter Konkurrenz kämpfen musste. Diese mache das Unternehmen und seine Produkte aber nur besser. Im PC-Geschäft habe man gegen Microsoft gekämpft, bei den Smartphones schienen die etablierten Blackberry/RIM und Nokia schier unschlagbar - das iPhone bewies das Gegenteil und mittlerweile ist der Mac mehr als nur ein Nischenprodukt. in den letzten zehn Jahren hat Apple den Umsatz mit dem Mac auf etwa 25 Milliarden US-Dollar jährlich verfünffacht. Der Marktanteil ist auf mittlerweile sieben Prozent gewachsen.

China und Billig-iPhone

In der Vergangenheit hat Apple von Analysten und Investoren immer wieder Vorschläge gehört, man solle doch speziell für China und andere Wachstumsmärkte ein Billig-iPhone anbieten. Cook erteilte dieser Strategie erneut eine Absage. Die Leute wünschen stets das beste Produkt, leisten könne es sich deswegen leider nicht jeder. Die Geschäfte laufen in China mit dem iPhone dennoch prächtig.

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