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Tim Cook wirbt in Japan um KI-Experten

18.10.2016 | 09:50 Uhr |

In der Schlacht auf dem Feld der intelligenten Roboter muss sich Apple gegen Google und IBM behaupten, dafür entsteht ein Zentrum in Japan.

Apple-CEO Tim Cook besucht derzeit Japan, auch anlässlich der bevorstehenden Eröffnung eines neuen Forschungs- und Entwicklungszentrums in Yokohama im Dezember. Die Reise und die neue Niederlassung stehen unter dem Motto der künstlichen Intelligenz (KI oder auch Artificial Intelligence, AI), wie C ook selbst gegenüber der Nikkei Asian Review betont . Das neue Zentrum soll sich vor allem auf Forschung rund um KI und "Deep Engineering" konzentrieren und damit eine andere Ausrichtung erhalten als etwa die Entwicklungszentren, die Apple kürzlich in China eröffnet hat. Details könne er aber nicht nennen, bedauert Cook.

Schon heute aber steht das Thema bei Apple stark im Fokus. KI nutze Apple schon quer über alle Produkte, sie helfe dabei, den Akku zu schonen, Musik zu empfehlen oder dem Anwender daran zu erinnern, wo er sein Auto geparkt hat. Vor allem aber Siri sei ein Beispiel für künstliche Intelligenz und die Beschränkungen des Sprachassistenten aufzuheben ein großes Ziel Apples. Erst kürzlich hat Apple den Computerwissenschaftler Russ Salakhutdinov von der Carnegie Mellon Universität angeheuert, der in Cupertino als neuer Direktor für Künstliche Intelligenz fungiert. Wie Re/code ausführt, habe sich Salakhutdinov zuletzt damit beschäftigt, wie eine künstliche Intelligenz sich besser den Zusammenhang der Fragen erschließt, welche die Nutzer an Siri und Co. richten.

Tim Cook ließ zudem durchblicken, was Apple mit seinem Bezahldienst Apple Pay im Sinne hat, eben nichts weiter als die Abschaffung des Bargeldes. Dieses würden die Verbrauchen "nicht besonders schätzen", Apple wolle ein "Katalysator sein, um Cash aus dem System zu schaffen". In Japan gibt es den Standard FeliCa für das bargeldlose bezahlen, das iPhone 7 wird das erste Gerät sein, das dieses System unterstützt. Was das für Apple Pay bedeutet, ob die beiden Standards miteinander eher konkurrieren oder kooperieren, wollte Cokk nicht verraten, nur so viel: "Japan ist wichtig für uns. FeliCa ist in Japan entstanden. Daraus folgt, das FeliCa für uns wichtig ist." Cook lobt Japan zudem für seine "lebhafte Entwicklerszene", das Land sei "geistesverwandt".

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