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Time Base Korrektur mit Canopus ADVC 300

25.08.2008 | 13:04 Uhr |

Wer analoge Videos vor dem Vergammeln retten möchte, hat die Möglichkeit, seine alten Kassetten zu professionellen Services zu bringen. Mit Hilfe von Videocapture-Hardware mit Time Base Corrector können ambitionierte Filmer aber auch selbst Hand anlegen. Wir haben uns eine Lösung angesehen und zeigen den Weg vom Analog- zum Digitalfilm.

Viele ambitionierte Hobbyfilmer und andere Cinephile, die den Übergang in die digitale Welt noch nicht ganz abgeschlossen haben, verfügen auch heute noch über ein umfassendes Archiv analoger Videoaufzeichnungen aller Art. Die Kassetten stapeln sich im Keller, der Filmfan hat sich schon lange vorgenommen, das Material irgendwann in bestmöglicher Qualität zu digitalisieren. Doch welches Gerät ist die richtige Wahl für diesen Zweck?

Mittlerweile quillt der Markt förmlich über mit Konvertern, die analoges Video digitalisieren. Praktisch jeder TV-Tuner hat nun einen Analog-Eingangsstöpsel, viele Videokameras bieten die Analog-Konvertierung an, Videograbber gibt’s für wenig Geld sogar im Discounter. Was dem Laien nur recht und billig ist, nagt am Gewissen des ernsthaften Hobbyfilmers: Sind diese Schnäppchen wirklich gut genug für meine wertvollen Aufnahmen?

Sind sie nicht: Die handelsüblichen Konverter aus dem unteren Preissegment digitalisieren das eingehende Signal generell "wie es kommt" in ein digitales Format. Somit wird jede Bild- oder Tonstörung als Signal interpretiert und einfach mitkonvertiert. Bei stärker gestörten Signalen verweigert mancher Konverter auch schon mal komplett den Dienst. Sollte das Gerät die Videodaten zugleich auch noch in Echtzeit komprimieren, handelt es sich hierbei um ein Hardware-Encoding. Das ist zwar schnell, lässt aber keinen Spielraum für die Qualität. Das Ergebnis solcher Billigkonverter ist zwar eine Filmdatei fürs digitale Archiv, doch ist diese mit Sicherheit von minderer Qualität. Mit mancher Software lassen sich zwar einige Mängel wieder halbwegs ausbügeln, doch ist dies ein oft unnötiger Aufwand.

Analoge Videos selbst digitalisieren

Dabei ist es verhältnismäßig einfach, das Beste aus seinen alten Videos herauszuholen. Wer sich nicht leisten kann oder möchte, die Videos vom Profi umwandeln zu lassen, dem seien folgende grundsätzliche Schritte empfohlen:

1. Höchstqualitativer Import mit der richtigen Hardware

2. Unkomprimierte Zwischenspeicherung

3. Effiziente Nachbearbeitung einzelner Projekte

4. Archivierung der fertigen Filme

Im Folgenden konzentrieren wir uns im Wesentlichen auf Schritt 1, also, wie Sie Ihr Videoarchiv in bester Qualität auf Festplatte bekommen.

Wir haben den Canopus ADVC 300 Time Base Corrector bei der Digitalisierung verwendet und wollten einmal selbst ausprobieren, ob ein interessierter Laie mit dieser Ausrüstung gute Ergebnisse erzielen kann, oder ob man in jedem Fall ein Studio für seine alten Videos braucht.

Ein Time Base Corrector (kurz: TBC) ist Dreh- und Angelpunkt einer gelungenen Videokorrektur. Die Technologie stammt aus dem Analogbereich und hat sich schon über Jahrzehnte beim analogen Kopieren bewährt. Um die Arbeitsweise eines TBC zu verstehen, muss man ansatzweise verstehen, wie ein analoges Videosignal aufgebaut ist. Dies ist eine Wissenschaft für sich, daher beschränken wir uns auf das Ankratzen der Oberfläche.

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