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Timeshift für den Tubestick

09.05.2007 | 17:40 Uhr |

The Tube, die Fernsehsoftware von Equinux, lernt in Version 1.1 Timeshift.

Jetzt können auch Besitzer eines TubeStick zwischendurch ein Bier aus dem Kühlschrank holen oder sich einen Kaffee machen - je nach nachdem, ob Fußball oder Christiansen läuft. Keiner verpasst auch nur eine Sekunde: The Tube hält das laufende Fernsehprogramm auf Knopfdruck an an und nimmt die Wiedergabe erst dann wieder auf, wenn der Zuschauer wieder am Platz sitzt. Verpasst er irgendwann doch eine wichtige Szene, ist er etwa kurz vor Ende des Tatorts eingeschlafen oder will er ein sensationelles Tor nochmals sehen, dann lässt sich das laufende Fernsehprogramm auch zurückspulen. Mit "Dejá-Vu" kann man bereits Gesehenes sogar aufnehmen - noch im Nachhinein.

Bei der Zeitversetzung hat die noch junge Software The Tube in Version 1.1 von etablierten Vorbildern gelernt, die Entwickler setzen aber noch eine interessante Zugabe oben drauf: Mit der Funktion "Dejá-Vu" lässt sich der Timeshift-Speicher auch aufnehmen. Findet eine Anwender eine gerade gesehene Sendung oder einzelne Szene so interessant, dass er sie für später archivieren möchte, dann kann er mit Timeshift an den Anfang der Sendung zurückspulen und sie mit einem Druck auf den Aufnahme-Button für die Nachwelt festhalten.

Fernsehen von gestern morgen noch aufnehmen

Möglich macht das der Timeshift-Speicher, der sich füllt, sobald man einen Sender aufruft. Laut dem Hersteller verwaltet ihn The Tube intelligent und passt die Größe des Cache dem verfügbaren Festplattenplatz dynamisch an. Der Anwender stellt diese Funktion in den Softwareeinstellungen mit einem Regler ein: Vergrößert er den Timeshift-Speicher, dann kann er im Fernsehprogramm um so weiter zurück spulen und in die Vergangenheit schauen. Die Software löscht den Cache immer dann, wenn der Anwender auf einen anderen Fernsehkanal wechselt.

Und gleich nochmals

Daraus ergibt sich eine Einschränkung der "Dejá-Vu"-Aufnahmefunktion. Gefällt einem ein Spielfilm und hat man ihn bereits von Anfang an angesehen - auch das eine Voraussetzung -, so darf man in den Werbepausen nicht mehr auf einen anderen Kanal wechseln, wenn man den Film später aufnehmen will. Bei jedem Zappen nämlich geht der Inhalt des Timeshift-Speichers verloren. Als etwas mühsam könnte sich zudem herausstellen, dass die Aufnahme in Echtzeit erfolgt: Anwender müssen sich eine Sendung also gleich noch ein zweites Mal ansehen, wenn sie die Stopptaste pünktlich zum Ende drücken wollen - ein Zwangs-Dejá-Vu. Für die Aufnahme großer Sendungen mag die Aufnahmefunktion zwar nicht in jedem Fall geeignet sein, Spaß machen dürfte aber das Archivieren kleinerer Szenen: Der Auftritt der Lieblings-Boygroup bei "Wetten dass..." etwa lässt sich genau so leicht auf die Festplatte bannen wie das persönliche Tor des Monats. Oder im Nu auf Apples Set-Top-Box speichern und wieder und wieder anschauen: Für den Export auf Apple TV stellt The Tube drei Auflösungen zur Auswahl, in iMovie lassen sich Inhalte auch bearbeiten, beispielsweise Werbeunterbrechungen entfernen. Über die Timeshift-Funktionen hinaus hat Equinux Verbesserungen an der Oberfläche vorgenommen - die Sender lassen sich jetzt beispielsweise nach Wunsch sortieren - und die Anzeige von EPG-Information erweitert (Electronic Program Guide). Außerdem ist die Anwendung in Version 1.1 AppleScript-fähig. Im Paket mit dem DVB-T-Empfänger Tubestick für den USB 2.0-Anschluss kostet The Tube 39,95 Euro. Voraussetzung ist Mac OS X 10.4.

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