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Tipps für Eye-TV Nutzer

22.01.2007 | 13:34 Uhr |

El Gatos TV-Programm Eye-TV ist eine sehr komfortable TV-Lösung für den Mac. Die Software ist mit einem externen TV-Empfänger oder als Einzelsoftware verfügbar und hat sich als zuverlässige Aufnahmesoftware bewährt. Besonders bei dem Umgang mit DVB-T-Aufnahmen gibt es aber einige Besonderheiten zu beachten.

Tipps für Toast-Nutzer

Besonders bequem gelingt das Erstellen von Film-DVDs mit Toast 7, das ja ebenfalls im Hause El Gato entwickelt wurde. Der MPEG-Encoder der Brennsoftware kommt sehr gut mit den DVB-T-Aufnahmen zurecht und entscheidet selbständig, ob eine Aufnahme direkt auf DVD gebrannt werden kann oder neu encodiert werden muss. Bei den meisten Aufnahmen ist ein Neu-Encodieren der Aufnahme nicht nötig, wodurch man in kurzer Zeit eine Film-DVD erstellen kann.

Die geringe Bitrate von DVB-T-Aufnahme hat Vorteile: Will man seine Aufnahmen auf DVD brennen, haben oft zwei komplette Spielfilme auf einem DVD-Rohling Platz. Das gilt insbesondere dann, wenn man mit dem Editor von Eye-TV alle Werbepausen herausgeschnitten hat. Behauptet Toast, die Aufnahmen würden nicht auf eine DVD passen, ist dies oft trotzdem möglich. Durch das so genannte Authoring wird nämlich auch die Audio-Spur eingedampft, was viel Platz einspart. Sichert man die Aufnahme als Image-Datei ist diese dann oft so groß, dass man sie problemlos auf eine DVD-R brennen kann. Mit der in Toast integrierten Komprimierungsfunktion kann man ein solches Image zudem weiter verkleinern - bei minimalen Einbußen bei der Bildqualität.

DVD-Qualität mit Einschränkungen

Viele DVB-T-Sendungen werden in einer ähnlichen Auflösung wie eine Kauf-DVD ausgestrahlt - 720 x 576 Zeilen. Brennt man einen per DVB-T empfangenen Spielfilm auf eine DVD, fällt einem aber oft eine recht mäßige Bildqualität auf. Die Bildqualität vieler von RTL oder Pro Sieben ausgestrahlter Spielfilme ist deutlich schlechter als bei einer gekauften Film-DVD oder bei der Ausstrahlung per Satellit oder Kabel. Der Grund dafür ist das statistische Multiplexing: Jeder Sender in einem so genannten Multiplex muss sich nämlich mit drei weiteren Sendern eine gemeinsame Bandbreite teilen. Je nach Region stehen den vier Sendern etwa 13 bis 20 Mbit/s zur Verfügung. Eine Film-DVD hat dagegen bis zu 9,8 Mbit zur Verfügung, was die Bildqualität besonders bei schnellen Bewegungen deutlich verbessert. Besonders bei Szenen mit schnellen Bewegungen sieht man deshalb bei DVB-T-Aufnahmen oft Artefakte - Action-Filme oder Sportübertragungen leiden darunter am meisten. Durch das so genannte statistische Multiplexing wird zwar die Bandbreite unter allen Sendern eines Multiplex geteilt, wenn aber alle Sender gleichzeitig Bandbreite benötigen führt dies zu Bildstörungen. Einige Anbieter, wie etwa Tele5 in München, setzen deshalb auf eine niedrigere Auflösung von 480 x 576 und strahlen Breiband-Filme mit schwarzen Streifen aus. Die Bilder werden dadurch unscharf, Artefakte sind dafür seltener zu sehen.

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